Regeln zu verfolgen ist passé?

Sich nicht an die Vorschriften halten – habt ihr manchmal nicht das Gefühl, dass die Welt genau das von uns erwartet?

Andrzej Sapkowski przedstawia. Wiedźmin. Szpony i kły – ein Buch mit Kurzgeschichten aus dem Leben von Geralt von Riva, alias The Witcher, die im Rahmen eines Wettbewerbs von (noch) nicht bekannten Schriftstellern geschrieben wurden.  Ich wollte unbedingt die Geschichten aus dem Leben des berühmten Hexers lesen, obwohl sie nicht aus der Feder „des Meisters“ stammen.

Jupi!!! – dachte ich mir, als ich das Buch, kurz nach der Premiere, in der öffentlichen Bibliothek gesichtet hatte. Es war schon zwar verliehen, aber ich konnte als erste in der Reihe eine Reservierung machen! Maximum einen Monat warten – ist ja nicht viel.

Ein Monat ist vergangen und nichts ist passiert… Der zweite ist auch schon bald vorbei und wieder nichts… „Was ist da bloß los?“  – dachte ich mir und ging mit derselben Frage zur Bibliothek. Die nette Bibliothekarin erläuterte mir, dass jemand,  ohne es zu dürfen, weil die Verlängerungsmöglichkeit wegen Reservationen entfällt,  das Buch einfach nicht zurück geben will. „Eine Straffe läuft schon“ – habe ich gehört.

Ja, ja! Ich hasse es auch, wenn ich ein Buch ausgeliehen habe und es gleich jemand reserviert. Von einer  Verlängerung kann man da nur träumen… Andererseits, ist ein Monat auch sehr viel, um ein Buch zu lesen, egal wie dick es ist und es sind auch öffentliche Bücher. Jeder hat das gleiche Recht zum Lesen.

Aber wieder zurück zum Thema. Noch ein Monat ist vergangen (zur Erinnerung, es sind jetzt mittlerweile 3 ganze Monate, in denen ich warte) und ich bekomme die ersehnte Mail: „Das reservierte Buch wartet auf Sie in der Bibliothek.“. Gut, dass ihr die Freudenschreie in meinem Kopf nicht mithören müsstet.

Am nächsten Tag ist es so weit. Ich bin in der Bibliothek und halte glücklich das Buch in den Händen. Ich freue mich schon auf die netten Abende mit der Lektüre. „Es kann jetzt nichts mehr schief gehen.“ – dachte ich nichts ahnend.

„Ooo… es hat sich eine lange Warteliste aufgesammelt, sie können das Buch nur für zwei Wochen ausleihen“ – höre ich die Bibliothekarin sagen.

„Was? Nur zwei Wochen? Es ist ein bisschen unfair. Der jemand, der das Buch vorher hatte, hatte es viel zu lange. Wenn er das Buch normal zurückgegeben hätte, wäre die Warteschlange nicht so lange. Wieso müssen jetzt andere bestrafft werden, weil jemand sich nicht an die Regeln gehalten hat?“ – habe ich die Bibliothekarin gefragt und die Antwort hat mich aus den Socken gehauen: „Sie müssen ja das Buch nicht in zwei Wochen zurückgeben, Sie können es auch eine Straffe zahlen“.

Dieser Satz war mit so einer Leichtigkeit ausgesprochen, dass er dort bestimmt nicht zum ersten Mal zu hören war. Wenn man schon in der öffentlichen Bücherreich zum Schummeln ermutigt wird, kein Wunder, dass in andren Lebenssituationen immer wieder ein Auge zugedrückt wird.

Die 20 Groszy (0,20 Zloty), die man für einen Tag Verspätung der Bibliothek bezahlen muss, könnte ich bestimmt noch verkraften.

Die Leichtigkeit, mit der man Menschen zum Regelbrechen ermutigt – eher nicht.

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Zeitumstellung sagen wir NEIN!

Hoffentlich ist bald Schluss mit der Zeitumstellung und es ist nicht nur ein politisches Ersatzthema in den Medien! Nicht nur, dass heutzutage die Zeitumstellung ökonomisch nichts bringt, ist sie schlecht für die Gesundheit. Bisschen meckern kann man ja von Zeit zu Zeit, trotzdem, einen wunderschönen Montagmorgen 😝🤣

Sonntage in Polen: Einkaufen wird kompliziert

Ab diesem Monat träten neuen Regelungen in Kraft und mit ihnen ein sehr verirrender „Einkaufskalender“. Die Unternehmen lassen ihren Einfallsreichtum freien Lauf.

 Eigentlich sollte alles einfach und unkompliziert werden. Ab dem Jahr 2018 sollten an Sonntagen, so wie in Deutschland, die Geschäfte zu sein, aber mit dem Einkaufverbot kam es ganz anders. Zufrieden sind eigentlich nur wenige. Kompromisse sehen aber meiner Meinung ganz anders aus.

Ab März dieses Jahres werden die Läden (mit paar Ausnahmen) jeweils am ersten und letzten Sonntag offen sein, ab 2019 am letzten Sonntag und seit 2020 gar nicht mehr. Wenn das für euch schon kompliziert ist, wartet ab. Es wird noch besser. Geschlossen bleibt aber nicht alles, ich hab‘ schon darüber berichtet: Neue Realität in Polen. Schluss mit Einkaufen am Sonntag

Es geht noch weiter: Teilweise geöffnete Einkaufszentren

 Im neuen Einkaufsgesetz ist die Rede von geschlossenen großflächigen Geschäften und Läden, in welchen nicht der Besitzer hinter der Theke steht, aber nicht von Einkaufszentren. Und so kann man jetzt an einkaufsfreien Sonntagen in eine Einkaufsgalerie gehen, um dort Blumen zu kaufen (Blumengeschäfte sind unter anderem vom Verbot ausgeschlossen), einen Kaffee zu trinken oder ganz einfach etwas zu essen. Anderen Läden, wie Lidl, Biedronka oder H&M werden dabei geschlossen sein.

In Opole haben wir zwei Einkaufszentren. Karolinka am Stadtrand und Solaris im Zentrum. An einkaufsfreien Sonntagen werden sie nicht geschlossen sein. Man wird dort zum Beispiel bei McDonald’s bestellen oder Brot beim Bäcker kaufen können.

 Einkaufen an Sonntagen – neue Geschäftsideen

 Seit einigen Wochen ist auch die Rede von anderen interessanten Vorschlägen, dank denen wir doch nicht aufs Sonntagsshoppen verzichten müssen. Zum Beispiel würde sich so ein Zara-Laden an Sonntagen in ein Ausstellungsplatz umgestalten. Alles würde dann genauso aussehen, wie an den Montag-Samstag-Tagen, aber anstatt die Klamotten an der Kasse zu kaufen, kann man sie nur Online Bestellen.

Große Supermärkte lassen auch nicht locker. Man spricht über Online-Bestellungen, die nach Hause geliefert werden, Lieferungen, die man in „Kühlpacketstationen“ abholen könnte oder von Drive-Ins (könnt ihr euch so einen Lidl Drive-In vorstellen?). Online-Handel, obwohl man auch darüber nachgedacht hat, ist nämlich vom neuen Gesetz nicht betroffen. Eigentlich schade, es wäre interessant zu sehen, wie man dieses Gesetz exequieren würde, da man heutzutage doch auf der ganzen Welt bestellen kann.

Längere Öffnungszeiten an Freitagen und Samstagen

In „Sorge“ um das Wohl der Konsumenten lassen auch die großen Discounter ihre Öffnungszeiten verlängern. Shoppen an Freitagen und Samstagen bei Lidl und Biedronka kann man ab jetzt bis 22 Uhr (in manchen Biedronka-Filialen sogar bis 23 Uhr). Der letzte Discounter spricht auch von allen geöffneten Kassen und mehr Personal an den jeweiligen Tagen.

Was die Zukunft noch bringen wird? Da bin ich jetzt schon gespannt. Ich glaub‘, wir haben noch interessante Sachen zu erwarten.

Viel Spaß beim Shoppen in Polen :)

Schlittschuhlaufen am Turawa See

Das Tief, welches wir in den letzten Tagen in ganz Europa fühlten, hatte nicht nur negative Seiten. Eislaufen aus einem See – das hat man ja nicht jede Tage.

Minusgrade haben so seine Tücken, auch wenn nicht jeden Tag Schnee zum entschneien vom Himmel fällt. Mützen, dicke Jacken, Handschuhe, Schals und warme Winterboots sind ein Must-Have. Die Winter in Polen können es wirklich in sich haben.

Dadurch, dass sich die Minusgrade für einige Zeit gehalten haben, sind aber auch viele Seen in Polen zugefroren. Eine Seltenheit in den letzten Jahren. Klar, Vorsicht und gesunder Menschenverstand ist wichtig, aber Schlittschuhlaufen war auf vielen Seen angesagt.

Und außerdem, -10/-15 Grad Celsius sind (machen wir uns nichts vor…) auch nicht wirklich das Schlimmste auf der Welt. In Jakutsk in Sacha, einer Republik im nordöstlichen Teil des asiatischen Russlands zeigten dieses Jahr die Thermometer -67 Grad Celsius! Und das ist noch nicht der Rekord aus dem Jahr 2013, als die Temperaturen bis zu -71 Grad gesunken sind. Die Winter in Polen sehen dabei doch bisschen blass aus.

Hier ein paar Fotos vom zugefrorenen Turawa-Stausee:

The Witcher bald als Netflix-Serie

Das Skript zum Serien-Pilot ist bereits fertig.

Die StreamingPlatform Netflix bereitet eine Serie auf der Grundlage der Bücher von Andrzej Sapkowski, dem Erfinder der Ganzen Witcher-Saga vor. Neusten Informationen zufolge ist das Skript zum Piloten schon geschrieben. Weite Informationen und der Starttermin werden leider unter Verschluss gehalten, Ohrenlausen angesagt!

Der aus Polen stammende Hexer Geralt von Rivia ist zu einer Ikone der Weltkultur geworden. Wiedźmin, wie der Hexer auf Polnisch genannt wird, erlange weltweite Popularität und Erfolge dank dem von CD Projekt entwickeltem Spiel, Die dritte Folge „The Witcher 3: Wild Hunt“ war nach Umsatz 2017 das zweiterfolgreichstes Spiel auf Steam.

Dank Netflix werden auch die nicht Computerspiel-Verrückten Geralt von Rivia außerhalb der Bücherwelt erleben können. Ich freu mich jetzt schon.

Vielleicht auch interessiert: The Witcher als Briefmarke für 6 zloty in der polnischen Post

Neue Realität in Polen. Schluss mit Einkaufen am Sonntag

Ich muss zugeben. Ich glaubte es nicht wirklich, doch es ist nun eine Tatsache. Wenn Ihr nach Polen kommt, könnt Ihr am Sonntag nicht mehr einkaufen gehen.

Dass die Läden am 7. Tag der Woche nicht mehr offen sein sollten, war schon seit einigen Jahren ein Thema. Die Politiker stritten, was ist das Beste ist. Einige waren der Meinung, dass offene Geschäfte am Sonntag eine freie Geschäftsentscheidung sind, andere behaupteten (meistens die konservative Partei von Jarosław Kaczyński), dass es nur gut für internationale Gesellschaften ist und unserer lokaler Businessdarunter leidet. Kleine, lokale Läden gehen pleite, weil sie nicht mit den Großen konkurrieren können und viele „arme“ Leute an einem Tag arbeiten müssen, der als Ruhe- und Familientag gelten sollte.

Jetzt müssen wir uns nicht mehr fragen, was wir darüber denken. Einkaufsverbot ist zu eine Tatsache geworden. Die Geschäfte werden geschlossen bleiben.

Wenn’s nur so einfach wäre…

Alles wird im März 2018 beginnen. Ab dann kann man am ersten und letzten Sonntag im Monat einkaufen gehen. 2019 wird es nur der letzte Sonntag sein und ab dem Jahr 2020 werden die Geschäfte vollkommen geschlossen sein. Es gibt zwar einige Ausnahmen, wie vor Weihnachten, aber das Fazit lautet: An Sonntagen sind die Einkaufszentren zu!

Aber mach euch keine Sorgen. Kleinen Läden können immer noch offen bleiben. Ihr könnt auch Medikamente kaufen, tanken oder ins Kino oder Theater gehen. Und auch Online-Shopping bleibt weiterhin eine Option.

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It’s a fact. Shops are getting to be closed on Sundays

I must confess. I didn’t believe it would happen, but now it’s a fact. When you come to Poland, you will no longer be able to shop on Sundays.

That the shops should be closed on the 7th day of a week, it was a topic for several years. The politicians were arguing, what is the best for Polish people.

Some of them claimed, that when a shop is open, it’s a free business decision and others claimed (mostly the conservative party of Jarosław Kaczyński), that leaving the shopping centers open on a Sunday is a contribution for international companies and our national business is getting devastating by that. Small, local shops are getting bankrupt because they can’t compete with the big ones and a lot of ‘poor’ people have to work on a day, that should be a specific day of chill and a day, that is designed for the family.

Now, we don’t have to ask ourselves, what we think about this anymore. It’s a fact. The shops are going to be closed, but it’s not a simple rule.

Everything will start in March 2018. You will be able to go shopping on the 1st and the last Sunday of the month. In 2019 it will be only the last Sunday and from the year 2020, the shops will be closed. There will be some exceptions before Christmas, but in the end: no shopping centers on Sundays.

But don’t worry. The small shops can be still open. You will be also able to buy medicine, gas or go to the movies or the theater. And online shopping will still be remained an option.

 

Ostsudeten: Glatzer Schneeberg verzaubert auch in November

Mit seinen 1425 m ü.d.M. ist es ein ideales Ziel für wanderlustige Touristen.

Der Glatzer Schneeberg oder auch Grulicher oder Spieglitzer Schneeberg wird in Polen Śnieżnik genannt und ist der höchste Berg des Glatzer Schneegebirges im westlichen Teil der Ostsudeten.

Śnieżnik besichtigen bedeutet Ruhe und Entspannung, Menschenmassen sind nicht vorprogrammiert! Wirklich! Obwohl es ein populäres Wanderziel in den Sudeten ist, kann man – im Vergleich zu anderen Bergen – die Natur richtig genießen. Vor allem, wenn man im Frühling oder Herbst einen Ausflug unternimmt. Nur von Zeit zur Zeit trifft man auf andere Ruhe suchenden Menschen, die von der Zivilisation für ein wenig flüchten wollen.

Dank Wikipedia habe ich erfahren, dass der Name des Berges von der langen Winterperiode abgeleitet wurde, denn der Berg ist in der Regel bis zu acht Monaten im Jahr mit Schnee bedeckt. Ich bin mir sicher, dass in den heutigen Zeiten nicht mehr 8 Monate im Jahr Schnee auf dem Gipfel liegt. Obwohl es ganz oben auch wirklich kalt und windig ist (nie vergessen, dass oben in den Bergen es viel kalter ist, als im Flachland!!!), gibt es dort bestimmt nicht mehr so viel Schnee, wie es mal früher der Fall war. Vor ein paar Tagen, also an einem Wochenende im November, musste ich den Schnee wortwörtlich suchen, um ihn zu sehen.

Wenig Schnee – das bezieht sich sowieso auf ganz Polen. In den letzten Jahren war der Winter „gnädig“ und der Schneefall gering, obwohl Skifahrer bestimmt eine andere Meinung dazu haben. Leider kann man nie allen Recht machen. Obwohl ich auch eher der Ansicht bind, dass Schnee nur dann gut ist, wenn er in den Bergen liegt, vermisst man ihn doch schon, wenn er nichts von sich hören lässt.

Regeneration in einer Berghütte

Ungefähr eine halbe Stunde vom Gipfel entfernt befindet sich die Berghütte „Schronisko na Śnieżniku im. Zbigniewa Fastnachta“ mit 58 Schauplätzen, die 24 Stunden am Tag das ganze Jahr geöffnet hat. Ein Schlafplatz kann man schon ab 32 PLN (keine 10 Euro!) pro Person in einem 10-Bettzimmer bekommen. Doppelzimmer gibt es auch, diese kosten ein wenig mehr – 55 PLN pro Person. Bettwäsche muss auch dazugerechnet werden – einmalig 8 PLN für einen Gast.

Auf dieser Seite könnt ihr ein Zimmer reservieren: http://www.schroniskonasniezniku.eu/index.php/kontakt

Natürlich lädt die Berghütte auch zu kurzen Stops ein. Nach einer Wanderung schmeckt das polnische Essen sowieso am besten:)

Ein wichtiger Tipp: in die Berghütte erst rein gehen und etwas bestellen, wenn ich schon den Gipfel geschafft habt! Nach einer zu langen Pause geht auch manchmal die Wanderlust verloren :)

Wie kommt man zum Glatzer Schneeberg?

Meiner Meinung ist der Rote Weg von Międzygórze (deutsch Wölfelsgrund) mit seinen 6 Kilometern (ca. 1,5 Stunde) zur Berghütte der schönster Wanderweg, obwohl ich auch noch nicht alle Wege ausprobiert habe, vielleicht ist er auch zu toppen:) Teilweise ist es nicht der einfachster Wanderweg, aber der Ausblick ist es wehrt.

Um zum Roten Weg in Międzygórze zu gelangen, muss man einfach bis zum Ende des Ortes fahren. Dort gibt es einen großen Parkplatz, wo das Auto abgestellt werden kann. Und da befinden sich Informationsschilder, dankt denen man sich nicht verlaufen kann. Die Wege sind wirklich sehr gut gekennzeichnet, wenn man nicht völlig in Gedanken gerät, kann man sich nicht verlaufen.

Viel Spaß beim Wandern!

Die letzten Meter bis zur Spitze vom Glatzer Schneeberg sind mit Nebel umgeben

Glatzer Schneeberg im Nebel – November 2017

Ohne ein Lächeln im Gesicht

Wir neigen zur Melancholie – habe ich letztens von Polen über Polen gehört. Interessant – habe ich mir dabei gedacht.

Ob es wirklich stimmt, dass wir melancholisch erscheinen? Schwer zu sagen. Vielleicht, vielleicht auch nicht. Dazu fehlt mir bestimmt die Perspektive, andere beurteilen ist immer einfacher. Zudem bin ich in diesem Fall ein falsches Beispiel. Ich bin eher der Mensch, der die ganze Zeit lächelt und nicht Trübsal bläst. Wenn ich mal ernst gucke, werde ich gefragt, ob alles in Ordnung ist.

Wenn schon überhaupt – glaube ich wenigstens – ist kein Lächeln im Gesicht nicht nur ein polnisches Phänomen. Wenn man in Berlin in der S-Bahn sitzt, mit Londonern  die gleichen Museen besucht oder in Paris Tickets kaufen, wird man da auch selten angelächelt. Verwunderlich? Ehe nicht.

Mit der Zivilisationsentwicklung wird dieses Phänomen  bestimmt noch wachsen. Immer mehr leben wir nur für uns selbst und sehen die Menschen um uns herum nicht. Wer hat die Reportagen nicht gesehen, in denen, mit versteckter Kamera, Bekante, Freunde, sogar Familien in Restaurants gefilmt wurden. Interessante Gespräche gab es da leider nicht zu hören, alle waren in ihre Smartphone‘s vertieft. In Japan, den Vorreitern aller Neuigkeiten auf der Welt, gibt es Menschen, die ein ganzes Jahr nicht aus dem Haus gegangen sind.

Bestimmt sind Polen nicht das optimistische Volk von allen, was auch sehr viel mit der wirtschaftlichen Lage zu tun hat, aber Polen sind bestimmt ein offenes, herzliches und gastfreundliches Volk. Das können bestimmt alle unterschreiben, die einmal in Polen waren. Und mit einem leeren Magen ist sowieso keiner wieder nach Deutschland gefahren :)

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Wo kann man in Polen billig einkaufen?

Biedronka, Lidl und Auchan gelten als die billigsten, Piotr i Paweł als der teuerste. Der letzte wird aber auch als der luxuriöseste Supermarkt angesehen.

Eier vom Bauer, leckere Wurst vom lokalen Metzger oder frisch geerntete Tomaten – hört sich lecker an, oder? Polen ist nicht nur ein wunderschönes Reiseland, es wird von vielen auch für seine guten und leckeren Produkte geschätzt. Und obwohl Tante-Emma-Läden und Märkte in vielen Städten und Dörfern immer noch populär sind und keiner sich das Leben ohne die lokalen Händler vorstellen kann, so kann man Auswirkungen der Globalisierung überall sehen. Ausländische Supermärkte wie Lidl, Aldi oder Carrefour gibt’s auch in den allerkleinsten Orten.

 Es ist nicht verwunderlich. Spezialitäten vom Bauer sind zwar gesünder und schmecken besser, aber sie kosten viel mehr Geld. Da Essen – im Vergleich zu den Einkünften – für Polen teuer ist, sind es Preise auf die ein besonderer Wert gelegt wird. Klar, Eier hole ich mir immer noch beim Bauer, aber Käse oder Schinken kaufe ich auch bei Lidl oder Biedronka*.

Nach der Studie, die ARC Rynek i Opinia durchgeführt hat, gelten nach Meinung von Polen die Supermärkte Lidl und Biedronka, wie auch der Grossmarkt Auchan  zu den billigsten im Land. Ob es tatsächlich so ist? Solche Untersuchungen werden von Zeit zu Zeit geführt, aber  – wenn man mich fragt – sollte man immer vor dem Einkaufen auf den Prospekt einen Blick werfen und schauen, ob es sich doch nicht nach dem letzten „Das ist der billigste Supermarkt“-Artikel etwas getan hat.

Ich glaube, Biedronka und Lidl gelten auch als die billigsten, weil sie am meisten Geld für Werbung ausgeben und Kunden mit zahlreichen Aktionen zu sich locken. Auch wenn wir es nicht haben wollen und dagegen ankämpfen, Werbung hat einen enormen Einfluss auf uns.

Jaja, bei Biedronka und Lidl kauf ich auch am liebsten ein. Biedronka gilt sowieso als der bekannteste Discount in Polen. In Opole gibt es zum Beispiel 9!!! von solchen Geschäften. Kein Wunder, dass sie so populär sind. Schwer zu übersehen.

Wo kaufe ich noch gerne ein?

Bei POLOmarket und bei Dino. Sie sind gut ausgestattet und man kann viele polnische Marken finden. Kann ich nur empfehlen. POLOmarket und Dino sind polnische Supermärkte, die man auch in vielen Orten in Polen finden kann. Biedronka nämlich, obwohl es ein polnisches Wort ist, dass auf Deutsch Marienkäfer bedeutet, ist keine polnische Firma. Lasst Euch von den Namen nicht täuschen, Biedronka gehört dem portugiesischen Konsortium Jerónimo Martins an.

Beim nächsten Einkaufsgang nicht vergessen auf die Preise achten. Firmen basieren darauf, dass wir Gewohnheitsfanatiker sind. Was heute billig ist, muss morgen nicht billig sein.

Viel Spaß beim Shoppen!

Polen: Langes Mai-Wochenende mit Schnee?

Endlich ist es so weit, das lange Mai-Wochenende steht an!  Für die Meisten der offizielle Frühlings- und Grillsaisonbeginn, nur das Wetter spielt nicht mit…

 Sommerreifen montiert, Fahrräder für die Saison fertig gemacht, Grills stehen geputzt und schwere Winterkleidung wurde endlich in die schwärzeste Ecke des Schanks verstaut – das lange Mai-Wochenende fängt endlich an. Alle warten nur auf den Freitagnachmittag, dann geht es los!

Dieser Jahr ist der Kalender aber auch wirklich gnädig mit uns gewesen. Wer es gut eingeplant hat, kann dieses Mai-Wochenende über eine Wochenlang genießen und auskosten!

Traumhaft!? Klar, wenn das Wetter nicht seit Tagen verrücktspielen würde. Die Vorfreude wurde vom heutigen Schneefall bestimmt ein bisschen gestoppt. Opole war mal wieder total weiß! Ohne Vorwarnung! Sieht es euch am besten selbst an.

Winterbedinungen am 28. April 2017

 

 

Und es sah schon so gut dieses Jahr an! Am 1. April konnte man im T-Shirt Fahrradfahren!

Und wie sehen die Wettervoraussetzungen für die kommenden Tage aus?

Sie ändern sich jeden Tag :) Aber es scheint besser zu werden! Die Hoffnung stirbt immer zuletzt!