Fiat 126p alias Maluch, also vom polnischen Superflitzer

Seit 16 Jahren nicht mehr produziert, aber trotzdem populär. Der berühmte Fiat 126p wurde zum Kultobjekt.

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Fiat 126p, besser bekannt als „Maluch“, wurde zum Objekt der Begierde im kommunistischen Polen. Zum ersten Mal am 6 Juni 1973 in der Autofabrik in Bielsko-Biała aus original italienischen Teilen zusammengebaut, wurde er zum am häufigsten auf polnischen Straßen angetroffenem Auto.

Markenzeichen des berühmten 4 Personen-Auto mit 2 Türen? Tolle Farben, Hinterradantrieb, wie bei Mercedes oder Lexus und der hinten angebaute Motor. Und was war vorne? Na, was wohl. Der Kofferraum! Von Sicherheit oder Komfort konnte keine Rede sein. Gut, dass der Verkehr damals nicht so schlimm war!

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Hinter dem Eisernen Vorhang bekommen konnte ihn nicht jeder. Einfach zum Autohändler gehen, um einen Pkw zu kaufen? Nein, nein… Der „Maluch“ war Reglementiert, wie fast alles andre damals. Um das ersehnte Auto kaufen zu können, brauchte man spezielle Bezugsscheine. Was bedeutet es eigentlich? Stellt Euch mal vor Ihr geht zum ALDI, habt Geld mit dabei und wollt Zucker, Milch und Fleisch kaufen. Eigentlich bis hier ganz einfach, oder? Damals brauchte man aber auch sog. Lebensmittelkarten, also Zettel auf denen stand, ob man diese Produkte überhaupt kaufen konnte. Genauso funktionierte es in der DDR. Und nicht vergessen, die „ALDI’s“ aus diesen Zeiten waren übrigens leer. Einkaufen war ein wahres Abenteuer!

Der Preis eines Neuwagens war auch kein Schnäppchen –  69.000 PLN, also rund das 20-te des damaligen Durchschnittsgehalt. Auf Automärkten, aus freier Hand gab es ihn für fast das Doppelte! Könnt Ihr euch aber vorstellen, wie glücklich man sein musste, wenn man einen von ihnen ergattern konnte? Gefühl: unbeschreiblich – habe ich zumindest gehört.

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Praktisch war es auch, das kleine Auto. Ob Ihr es euch vorstellen könnt, oder nicht, mein Onkel benutzte es als einen Liefer- und Umzugswagen. Vollgepackt mit Anhänger zwischen Oppeln und Hamburg? Für den Fiat 126p kein Problem! Urlaub in Ungarn? Unbedingt, aber nur, wenn man mit dem Kultwagen fährt!

„Maluch“ wurde in Polen für über 25 Jahre produziert!

Insgesamt fuhren über 3 Millionen vom Fließband in Polen. Die letzte Stunde schlug für das begehrte, aber später oftmals belächelte Auto vor 16 Jahren, genau am 22. September 2000. Das letzte Exemplar aus der Limited Edition „Happy End“ in gelber Farbe steht jetzt im Fiat-Museum in Turin.

Und obwohl man sich in letzten Produktionsjahren von „Maluch“ mehr über das billige, kleine, laute und langsame Auto lustig machte, als man sich über es freute, so wurde es zum Kultsymbol, wie der VW Käfer. Lieder, Fanklubs, Museumsaustellungen – auch nach so vielen Jahren macht der „Maluch“ immer noch viele Menschen glücklich. Auf den Straßen wird er aber zu einer Seltenheit, leider.

P.S. Fiat 126p Club Polska auf Facebook hat tolle Maluch-Bilder!

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Polens jüngster Rennfahrer – Ein 4-Jähriger fährt Maluch – Text bei mdr.de

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Bilder aus dem Pressezentrum von Fiat

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