Liebt Ihr den EDEKA-Opa? Hier kommt seine Konkurrenz aus Polen!

Ein Weihnachtsfilm aus Polen macht im Internet Furore.

 Weihnachten ist die beste Zeit im Jahr – denke ich zumindest. Ich liebe alles: Weihnachtsmärkte, geschmückte Straßen und Häuser, den Duft von frisch gebackenen Plätzchen, den Klang von Weihnachtsliedern und natürlich die Weihnachtstage, welche man in Ruhe und Geborgenheit mit seinen Liebsten verbringt.

allegro* Bildausschnitt aus dem Allegro-Film

Harmonie, Glück, Mitgefühl, der Wunsch anderen zu helfen – damit verbinde ich die Vorweihnachtszeit. So wie mir, geht’s den meisten auf der Welt. Vor Weihnachten werden Emotionen geweckt. Man denkt an seine Mitmenschen.

An Weihnachten „öffnen sich allen die Herzen“. Das weiß auch die Werbebranche. Jedes Jahr zur Weihnachtszeit locken uns Firmen mit – manchmal wirklich meisterhaften – Werbeklips an. Wer kennt denn heutzutage den EDEKA-Opa nicht, der vor einem Jahr unsere Herzen gerührt hat?

Dieses Jahr kommt – nicht nur meiner Meinung nach – der beste Weihnachtsfilm aus Polen, welchen die Agentur Bardzo für das Internetportal Allegro, also den polnischen Ebay gemacht hat. Es ist eine witzige und rührende Geschichte über einen Großvater, der über die Auktionsplattform einen Englisch-Sprachlernkurs gekauft hat und seit diesem Zeitpunkt nun überall Englisch lernt. Und der Grund für? Das müsst Ihr selber sehen! Herzergreifend – kann ich dazu nur sagen.

Polen mitten in der Vorweihnachtszeit

In Polen beginnt das Weihnachtsfieber ein bisschen später, als in Westeuropa. Ansonsten gibt es kaum Unterschiede.

weihnachtszeit-in-polen

Die Vorweihnachtszeit ist schon etwas besonderes. Überall werden Weihnachtslieder gespielt, die Häuser werden geschmückt, die Welt verändert sich in ein buntes Paradies  und alle bereiten sich schon auf Weihnachten vor. Die Herbstdepression kann man endlich vergessen.

Die Vorweihnachtszeit in Polen ähnelt sehr der Vorweihnachtszeit in Deutschland. Kein Wunder. Wir leben Global. Langsam sieht vieles auf dem ganzen Planeten gleich aus: Geburtstagsfeiern, Ostern, Valentinstage oder Halloween. Ob man damit einverstanden ist, oder auch nicht.

Wieso fängt in Polen die Vorweihnachtszeit aber ein wenig später an? Grund ist der Allerheiligentag am 1. November (hier gibts meine Beitrag dazu: Polen bereitet sich für den Allerheiligentag). Vor dem christlichen Fest  denken alle an ihre Verstorbenen und pilgern von einem Friedhof zum anderen. Da gibt es keine Zeit fürs Weihnachtsfieber. In den Geschäften kann man Blumen, Kerzen und Grablichter kaufen und keine Adventskalender, Nikoläuse oder Weihnachtsbäume.

Weihnachten bekommt man in Polen erst im November zu spüren, dann aber auch richtig. Genauso, wie in Deutschland, fängt alles in den Geschäften an, die die Klienten zu festlichen Einkäufen anregen wollen. Selbstverständlich. Mit der Zeit kann man Weihnachten überallspüren.

Ende November, Anfang Dezember fangen auch die Weihnachtsmärkte in Polen an. Wir haben hierbei vielleicht nicht so eine lange Tradition, wie in Deutschland, aber mittlerweile müssen wir uns nicht schämen. Den besten und größten Weihnachtsmarkt gibt es bei uns in Wrocław, der grade angefangen hat:

In Polen werden natürlich auch die Häuser geschmückt. Von innen und von außen. Wann das aber anfängt, ist eine individuelle Angelegenheit. Manche schmücken alles schon Ende November, andere erst eine Woche oder paar Tage vor dem Heiligenabend. Bei mir fängt alles am 1. Adventssontag an. Da zünde ich die erste Kerze am Adventskranz an, denn mir meine Mama vorher selbst macht. Alles andere kommt erst später und der Weihnachtsbaum, als Highlight, zu letzt.

Ach… ich freu mich jedes Jahr schon so sehr auf Weihnachten.

P.S. Wenn es um den Weihnachtsmarkt  in Breslau geht, könnt ihr auf dieser Seite mehr erfahren : http://www.jarmarkbozonarodzeniowy.com/. Und klar, es gibt auch eine deutsche und eine englische Version.

Polen bereitet sich für den Allerheiligentag

Im Land herrscht Ausnahmezustand. Menschenmassen drängen sich bei Friedhöfen. Jeder möchte seinen verstorbenen Angehörigen eine Kerze anzünden und zeigen, dass sie nicht vergessen sind.

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Am 1. November wird in Polen der katholische Feiertag Allerheiligen begangen. Schon Tage vorher herrscht auf polnischen Straßen Ausnahmezustand. In der Nähe von Friedhöfen stehen Menschen im Stau. Polizisten regeln den Verkehr. Chaos.

Allerheiligen ist ein wichtiger Tag im „katholischen Polen“. Es ist der Tag, an dem an die Toten gedacht wird und die Gräber besucht werden. Menschen pilgern quer durch Polen. Jung und alt. Von einem Friedhof zum nächsten.

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Auf die Gräber legen sie Blumen, Kerzen und Grablichter in allen Größen, Farben und Formen. So versichern sie den Verstorbenen, dass sie Ihn nicht vergessen haben. Man stellt auch Grablichter vor Denkmählern und den letzten Ruhestätten von Unbekannten, egal welchen Glaubens. An jeden, der einmal auf dieser Welt gelebt hat, wird an diesem Tag gedacht.

Magisch ist es dann am Abend. Wenn es dunkel ist, leuchtet der ganze Friedhof. Auch noch Tage Tage nach dem Allerheiligentag.

Zigeuner Gräber in Opole

Cimetière du Père Lachaise in Paris ist wahrscheinlich der bekannteste Friedhof auf der ganzen Welt. Wer einmal da war, kann es bestimmt verstehen – eine außergewöhnliche Begräbnisstelle. Polen hat dagegen den Powązki-Friedhof in Warschau, also die bekannteste Ruhestädte in Polen.

Jeder Friedhof ist aber etwas ganz besonderes. Hier ein paar Bilder des Friedhofs in Opole. Vor allem die Zigeuner Gräber sind ein wahres Kunstwerk.

Zigeuner Gräber in Opole

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P.S. „Katholisches Polen“. Warum in Anführungszeichen? Polen ist in Wirklichkeit nicht so katholisch, wie es sein möchte und auch dargestellt wird – dieses ist jedoch ein langes, schwieriges und ganz anderes Thema.

Wer braucht noch Bücher?

Polen lesen keine Bücher – laut Statistiken zumindest. Nichtlesenden Menschen sind jedoch schwer zu finden. Oder kennt Ihr viele?

4,7 Millionen Polen haben im Jahr 2015 keinen längeren Text gelesen – kann man im Rapport der polnischen Nationalbibliothek lesen. Für ein Land, dass nicht mal 40 Millionen Einwohner hat, eine enorme Zahl. Und es kommt noch besser. Nur 37 Prozent haben gerade mal ein einziges Buch im letzen Jahr  in der Hand gehabt. Erschreckend… Wenn man’s glaubt…

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Glaubt Ihr an Statistiken? Ich nicht

Statistiken verzerren die Realität und sagen nichts über das wahre Leben aus. Oder was soll Eurer Meinung der Satz: „Eine Frau im gebärfähigen Alter brachte im Jahr 2014 statistisch gesehen 1,47 Kinder auf die Welt“ bedeuten? Habt Ihr schon etwas von einem 1,47-Kind gehört? Menschen haben kein Kind, ein, zwei oder auch zehn Kinder, aber doch kein 1,47- Kind.

Bei der Ausrechnung der Geburtenzahl ist es noch leicht, es gibt entsprechende Register. Bei der Zahl der lesenden Menschen ist es schwieriger. 40 Millionen Menschen wurden eher nicht persönlich befragt…

Polen und ihre Bücher

Es stimmt bestimmt, dass der traditioneller Büchermarkt in Polen sinkt, dass es immer weniger Verleger gibt und immer weniger Bücher gekauft werden. Ich zweifle nicht daran. Das Passiert mit „traditionellen“ Medien genauso und zwar auf der ganzen Welt.

Kleine Zeitungen oder Magazine werden geschlossen oder von den „Großen“ gekauft. Die Lesenden stürzen sich lieber aufs Internet, anstatt auf den Kiosk nebenbei. Im digitalem Zeitalter ganz normal.

Polen hat aber nicht aufgehört zu lesen! Zum Beispiel schreibt der E-Book-Markt „schwarze Zahlen“. Audiobooks werden auch immer mehr populär und in Bibliotheken, die wirklich die neusten und die am meisten begehrten Bücher pünktlich ausleihen, drängen sich die Menschen. Bücherliebende sehe ich überall: in Büchereien, Supermarkts, Büchermessen und nicht nur im meinen Bekanntenkreis.

Und ich? Ich kaufe auch immer weniger Bücher und verschlechtere die Statistiken. Ich kaufe mir  nur die wirklich Begehrten, ansonsten lohnt es sich nicht wirklich. Papierbücher kosten immer mehr und der Platz auf dem Regal wird auch nicht größer.

Aber ich bin immer noch eine Leseratte. Ich bin Mitglied bei 3 Bibliotheken, habe einen E-Book-Reader mit vielen Publikationen, Bekannte mit großen Hausbibliotheken und seit einigen Jahren habe ich auch „JA“ zu Audiobooks gesagt, obwohl ich es nie für möglich gehalten habe, dass ich mal Gefallen daran finde Bücher zu hören und sie nicht nur zu lesen.

Mit Statistiken macht man Geld

Statistiken sind manchmal sehr Interessant, aber sie dienen nicht (nur) dem purem Wissen. Dank entsprechenden Statistiken können z.B. Institutionen Fördergelder beantragen, um Ihr „Problem“ zu lösen. Ohne Probleme – keine Gelder.

Und noch ein Tipp für polnisch Sprechende, das Portal www.lubimyczytac.pl ist das polnische Äquivalent der englischsprachiger Seite www.goodreads.com

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Virtuelle Besichtigung der Stadtbibliothek in Opole – Link klicken

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Wie sicher ist Radfahren in Polen?

Am 22. September wird in Europa der Autofreier Tag begangen. Als begeisterte Radfahrerin befürworte ich jede Initiative, die den Menschen das Radfahren näherbring. Die Radkultur in Polen hat aber ihre Tücken.

Für einen Tag im Jahr aufs Auto zu verzichten ist nicht so schwer. Den Wagen einfach mal in der Garage oder auf dem Parkplatz stehen lassen. So geht’s. Immer mehr Menschen auf der ganzen Welt steigen vom Auto aufs Fahrrad um. In Polen sieht es nicht anders aus.

Fahrradfahrern gewinnt an Popularität. Kein Wunder. Es ist gesünder, billiger und in der Stadt spart man nicht nur Zeit, man schont darüber hinaus seine Nerven, indem man neben im Stau stehenden Autos ohne Probleme vorbei fährt und nicht selber in einer kilometerlangen Schlange stehen bleibt.

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Radfahrer müssen aber besonders auf seine Sicherheit achten. Sie haben keine Airbags und auch sonst keine Supererfindungen, die ihrem Schutz dienen sollen. Ganz einfaches Prinzip: ein Rad, eine Person und nur manchmal ein Fahrradhelm. Es kann gefährlich werden.

Für Fahrradfahrer – Fahrradwege

In Polen gibt es immer mehr Radwege und Radwanderwege. In den letzten Jahren wurde sehr viel Wert darauf gelegt und man investiert sehr viel in eine entsprechende Infrastruktur. Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut, also gilt ansonsten: Straßen benutzen.

Liebe Deutsche, aufgepasst! Es herrschen auf den Straßen in Polen ganz andere Sitten, als in Deutschland. Wenn ihr mal in Polen gewesen seid, habt ihr das bestimmt schon gemerkt. Für alle die noch nicht bei uns waren: Achtung ist angesagt! In den polnischen Städten fährt man oftmals schneller, als die vorgeschriebenen 50 Km/h. Außerhalb von Ortschaften sieht es auch nicht besser aus. Das Fahrverhalten ändert sich auch allmählich, aber auch das braucht Zeit. Ihr musst aber keine Angst haben, Vorsicht ist nur angesagt.

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Wenn also keine Fahrradwege zu Verfügung stehen, kann man auch Gehwege nutzen. Das Fahren auf Gehsteigen ist zwar nicht ganz legal (eigentlich nur erlaub bei eingeschränkter Sicht), aber Strafzettel gibt es dafür eigentlich auch nicht. Zumindest habe ich in Opole und Region nicht davon gehört. Hier nutzen auch Polizisten auf Fahrrädern Gehwege, kann ich bezeugen. Hier aber auch einen kühlen Kopf bewahren, auf Fußgänger Acht geben und sich nicht mit 30 Kilometer pro Stunde fortbewegen.

Wenn man auf die andere Straßenseite gelangen will, sollte man einen Fußgängerüberweg benutzen. Wenn die Zebrastreifen nicht mit einer Markierung für Fahrradfahrer gekennzeichnet sind und neben den Zebrasteifen keine gestrichelte weiße Linie aufgemalt ist, kann man nicht mit dem Fahrrad auf die andere Seite fahren, sondern man muss es über die Straße schieben. Fahrradfahrer, sowie Fußgänger haben auch nicht immer Vorfahrt. Achtung ist auch hier angesagt. Autofahrer, vor allem ältere Manschen, kennen oftmals den neusten Stand der Vorschriften nicht und sind über Radfahrer, die über Zebrastreifen auf die andere Seite fahren überrascht.

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Ansonsten gilt:

* Fahrradhelm ist für Erwachsene ist keine Pflicht (über Kinder und ihre Vorschriften auf dem Fahrrad ein anderes Mal),

* wenn es dunkel ist Beleuchtung nicht vergessen,

* außerhalb von bebauten Gebieten muss man reflektierende Artikel tragen (nicht präzisiert, wie man sie tragen soll, welchen Artikel man benutzen sollte und wo man ihn haben muss),

* das Null-Toleranz-Prinzip für Alkohol geht auch die Fahrradfahrer.

Viel Spaß beim Fahrradfahrern! Dieses Thema gibt’s bei mir bestimmt öfters:)

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The Witcher zum… lecken

Schnell nach Polen. Schell zur Post. The Witcher ist da! Erhältlich als Briefmarke für 6 zloty in der polnischen Post.

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Geralt of Riviia – wer kennt ihn nicht? Spätestens nach dem Riesenerflog des polnischen Games und Exportschlager: The Witcher 3: Wild Hunt kennt man den polnischen Hexer, der von Andrzej Sapkowski ins Leben gerufen wurde, auf der ganzen Welt.

Jaja… ihr hab’s richtig gemerkt. Ich lieb‘ ihn auch:) Das Spiel ist super und die Bücher sind der absolute HIT! Jeder Fantasy-Verrückter sollte sie lesen. Wenn Ihr George R.R. Martin Fans seid, gefallen euch die Wiedźmin-Bücher bestimmt. Lachen ist vorprogrammiert. Die Verfilmung wäre aber nicht ganz Jugendfrei :)

Und jetzt… Die Premiere. The Witcher als Briefmarke!

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Ab dem 16.09.2016 kann man Geralt of Riviia auch als Briefmarke kaufen. Alles gestaltet vom CD PROJEKT RED, der Entwickler der Witcher-Spiele. Ein Dankeschön für über 20 Millionen verkauften Speile weltweit.

Es ist das erste Mal, dass die Polnische Post eine Briefmarke einem Computerspiel gewidmet hat. Ein Dankeschön für über 20 Millionen verkauften Speile weltweit.

Also, Ihr Lieben, ich sag‘ mal: „Tschüss!“ und renn‘ jetzt auch ganz schnell zur Post:)

The Witcher 3 in Tokio. Danke lieber Schwager :)
The Witcher 3 in Tokio. Danke lieber Schwager :)

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