WM 2018: Polen und Deutschland sind raus!

Das Ausscheiden der Deutschen aus der WM hat die „Blamage“ der polnischen Mannschaft in den Schatten gestellt?

 Die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland ist voller Überraschungen. Obwohl ich nicht wirklich ein Fußballfan oder Fußballfanatiker bin, ist doch diese Sportart, vor allem in den Zeiten der WM oder EM, nicht zu übersehen. Mit meiner Fußballverrückten Familie sowieso.

Vor dem ersten Spiel der Polen in Russland waren die Erwartungen riesengroß. Dieses Thema hat mich wortwörtlich verfolgt. Egal wo ich nur war, jeder hat davon gesprochen: auf der Arbeit, bei Lidl, sogar auf der Straße. „Das Spiel“ war das Hauptthema der Woche. Auf einmal war das ganze Land Fußballverrückt. Alle glaubten an den Sieg.

Um 17.00 Uhr am Dienstag, den 19. Juli, also am dem Tag der Wahrheit, war Opole wie ausgestorben. Fast keine Menschen waren auf den Straßen zu sehen. Stille vor dem Sturm. Nur vor den Fernsehern waren Menschen versammelt.

Doch nach der „Blamage“, wie sie in den Medien genannt wurde, kam es ganz anders. Schon nach dem ersten Tor, den die „Weiß-Rote-Mannschaft“ verloren hat, fing das Jammern an. Auf einmal waren die Speiler nicht mehr die Landeshelden, sondern die Landesverlierer. Der Traum vom Gewinn war schon zu Ende. Und das schon in der 37 Minute!!! Den polnischen Kommentator konnte man gar nicht mehr hören. Aus Optimismus wurde purer Pessimismus. Keiner glaubte mehr an den Gewinn…

Ich glaube, dass ist der wirklich größte Unterschied zwischen dem polnischen und dem deutschen Fußballsport. In Deutschland glauben bis zur letzten Sekunde alle noch an den Sieg, der auch wirklich kommen kann, wie wir es dieses Jahr auch noch sehen konnten. Im Spiel Deutschland-Schweden haben die deutschen „Jungs“ bis zur letzten Sekunde gespielt und noch länger. Letztendlich wurde der Sieg noch nach Hause geholt. Außerdem ist es oft so, dass die deutsche Mannschaft das erste Spiel verloren hat und dann immer noch Meister wurde.

In Polen sieht es ganz anders aus. Bei uns ist alles SCHWARZ-WEISS. TOTALER SIEG ODER TOTALE NIEDERLAGE. Ich habe das Gefühl, dass wenn wir schon in der ersten Sekunde ein Tor verlieren würden, dann würden wir nicht mehr an den Sieg glauben. Egal, dass immer noch vor uns fast 90 Spielminuten sind.

Woher kommt dieser Pessimismus in  Polen? – frage ich mich immer…

Nach dem Spiel mit Senegal hat keiner an den Sieg mehr geglaubt. Und das ist so schade… Vielleicht, wenn „unsere Jungs“ sich nicht gleich nach dem ersten Spiel rechtfertigen müssten… Vielleicht, wenn sie nicht lesen müssten, dass sie sich schämen müssen… Dass sie schlecht waren… Dass wir nicht mehr an sie glauben… Vielleicht, vielleicht käme alles ganz anders und wir würden weiterhin im Spiel bleiben…

Klar, ich bin kein Experte. Ich will hier auch nicht beweisen, dass die Polen gut oder schlecht gespielt haben. Ich schreibe nur über die Gefühle, die ich während dieser WM beobachten konnte. Schlussendlich sind auch nur die pessimistischen Polen aus der WM ausgeschieden, sondern auch die optimistischen Deutschen. Es ist für uns kein gutes Fußballjahr.

Dass die Deutschen aus der WM 2018 ausgeschieden sind, war aber auch für alle eine Überraschung. Wenn ich es richtig gelesen habe, ist dass das erste Mal seit 80 Jahren, dass so etwas passiert ist. Tja, damit jemand gewinnen kann, muss ein anderer verlieren…

Für die Polen ist es aber ein Trost. Die Polen wollten schon immer auf dem Niveau der Deutschen spielen. Und dieses Jahr hat es geklappt…

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Regeln zu verfolgen ist passé?

Sich nicht an die Vorschriften halten – habt ihr manchmal nicht das Gefühl, dass die Welt genau das von uns erwartet?

Andrzej Sapkowski przedstawia. Wiedźmin. Szpony i kły – ein Buch mit Kurzgeschichten aus dem Leben von Geralt von Riva, alias The Witcher, die im Rahmen eines Wettbewerbs von (noch) nicht bekannten Schriftstellern geschrieben wurden.  Ich wollte unbedingt die Geschichten aus dem Leben des berühmten Hexers lesen, obwohl sie nicht aus der Feder „des Meisters“ stammen.

Jupi!!! – dachte ich mir, als ich das Buch, kurz nach der Premiere, in der öffentlichen Bibliothek gesichtet hatte. Es war schon zwar verliehen, aber ich konnte als erste in der Reihe eine Reservierung machen! Maximum einen Monat warten – ist ja nicht viel.

Ein Monat ist vergangen und nichts ist passiert… Der zweite ist auch schon bald vorbei und wieder nichts… „Was ist da bloß los?“  – dachte ich mir und ging mit derselben Frage zur Bibliothek. Die nette Bibliothekarin erläuterte mir, dass jemand,  ohne es zu dürfen, weil die Verlängerungsmöglichkeit wegen Reservationen entfällt,  das Buch einfach nicht zurück geben will. „Eine Straffe läuft schon“ – habe ich gehört.

Ja, ja! Ich hasse es auch, wenn ich ein Buch ausgeliehen habe und es gleich jemand reserviert. Von einer  Verlängerung kann man da nur träumen… Andererseits, ist ein Monat auch sehr viel, um ein Buch zu lesen, egal wie dick es ist und es sind auch öffentliche Bücher. Jeder hat das gleiche Recht zum Lesen.

Aber wieder zurück zum Thema. Noch ein Monat ist vergangen (zur Erinnerung, es sind jetzt mittlerweile 3 ganze Monate, in denen ich warte) und ich bekomme die ersehnte Mail: „Das reservierte Buch wartet auf Sie in der Bibliothek.“. Gut, dass ihr die Freudenschreie in meinem Kopf nicht mithören müsstet.

Am nächsten Tag ist es so weit. Ich bin in der Bibliothek und halte glücklich das Buch in den Händen. Ich freue mich schon auf die netten Abende mit der Lektüre. „Es kann jetzt nichts mehr schief gehen.“ – dachte ich nichts ahnend.

„Ooo… es hat sich eine lange Warteliste aufgesammelt, sie können das Buch nur für zwei Wochen ausleihen“ – höre ich die Bibliothekarin sagen.

„Was? Nur zwei Wochen? Es ist ein bisschen unfair. Der jemand, der das Buch vorher hatte, hatte es viel zu lange. Wenn er das Buch normal zurückgegeben hätte, wäre die Warteschlange nicht so lange. Wieso müssen jetzt andere bestrafft werden, weil jemand sich nicht an die Regeln gehalten hat?“ – habe ich die Bibliothekarin gefragt und die Antwort hat mich aus den Socken gehauen: „Sie müssen ja das Buch nicht in zwei Wochen zurückgeben, Sie können es auch eine Straffe zahlen“.

Dieser Satz war mit so einer Leichtigkeit ausgesprochen, dass er dort bestimmt nicht zum ersten Mal zu hören war. Wenn man schon in der öffentlichen Bücherreich zum Schummeln ermutigt wird, kein Wunder, dass in andren Lebenssituationen immer wieder ein Auge zugedrückt wird.

Die 20 Groszy (0,20 Zloty), die man für einen Tag Verspätung der Bibliothek bezahlen muss, könnte ich bestimmt noch verkraften.

Die Leichtigkeit, mit der man Menschen zum Regelbrechen ermutigt – eher nicht.

Sonntage in Polen: Einkaufen wird kompliziert

Ab diesem Monat träten neuen Regelungen in Kraft und mit ihnen ein sehr verirrender „Einkaufskalender“. Die Unternehmen lassen ihren Einfallsreichtum freien Lauf.

 Eigentlich sollte alles einfach und unkompliziert werden. Ab dem Jahr 2018 sollten an Sonntagen, so wie in Deutschland, die Geschäfte zu sein, aber mit dem Einkaufverbot kam es ganz anders. Zufrieden sind eigentlich nur wenige. Kompromisse sehen aber meiner Meinung ganz anders aus.

Ab März dieses Jahres werden die Läden (mit paar Ausnahmen) jeweils am ersten und letzten Sonntag offen sein, ab 2019 am letzten Sonntag und seit 2020 gar nicht mehr. Wenn das für euch schon kompliziert ist, wartet ab. Es wird noch besser. Geschlossen bleibt aber nicht alles, ich hab‘ schon darüber berichtet: Neue Realität in Polen. Schluss mit Einkaufen am Sonntag

Es geht noch weiter: Teilweise geöffnete Einkaufszentren

 Im neuen Einkaufsgesetz ist die Rede von geschlossenen großflächigen Geschäften und Läden, in welchen nicht der Besitzer hinter der Theke steht, aber nicht von Einkaufszentren. Und so kann man jetzt an einkaufsfreien Sonntagen in eine Einkaufsgalerie gehen, um dort Blumen zu kaufen (Blumengeschäfte sind unter anderem vom Verbot ausgeschlossen), einen Kaffee zu trinken oder ganz einfach etwas zu essen. Anderen Läden, wie Lidl, Biedronka oder H&M werden dabei geschlossen sein.

In Opole haben wir zwei Einkaufszentren. Karolinka am Stadtrand und Solaris im Zentrum. An einkaufsfreien Sonntagen werden sie nicht geschlossen sein. Man wird dort zum Beispiel bei McDonald’s bestellen oder Brot beim Bäcker kaufen können.

 Einkaufen an Sonntagen – neue Geschäftsideen

 Seit einigen Wochen ist auch die Rede von anderen interessanten Vorschlägen, dank denen wir doch nicht aufs Sonntagsshoppen verzichten müssen. Zum Beispiel würde sich so ein Zara-Laden an Sonntagen in ein Ausstellungsplatz umgestalten. Alles würde dann genauso aussehen, wie an den Montag-Samstag-Tagen, aber anstatt die Klamotten an der Kasse zu kaufen, kann man sie nur Online Bestellen.

Große Supermärkte lassen auch nicht locker. Man spricht über Online-Bestellungen, die nach Hause geliefert werden, Lieferungen, die man in „Kühlpacketstationen“ abholen könnte oder von Drive-Ins (könnt ihr euch so einen Lidl Drive-In vorstellen?). Online-Handel, obwohl man auch darüber nachgedacht hat, ist nämlich vom neuen Gesetz nicht betroffen. Eigentlich schade, es wäre interessant zu sehen, wie man dieses Gesetz exequieren würde, da man heutzutage doch auf der ganzen Welt bestellen kann.

Längere Öffnungszeiten an Freitagen und Samstagen

In „Sorge“ um das Wohl der Konsumenten lassen auch die großen Discounter ihre Öffnungszeiten verlängern. Shoppen an Freitagen und Samstagen bei Lidl und Biedronka kann man ab jetzt bis 22 Uhr (in manchen Biedronka-Filialen sogar bis 23 Uhr). Der letzte Discounter spricht auch von allen geöffneten Kassen und mehr Personal an den jeweiligen Tagen.

Was die Zukunft noch bringen wird? Da bin ich jetzt schon gespannt. Ich glaub‘, wir haben noch interessante Sachen zu erwarten.

Viel Spaß beim Shoppen in Polen :)

Schlittschuhlaufen am Turawa See

Das Tief, welches wir in den letzten Tagen in ganz Europa fühlten, hatte nicht nur negative Seiten. Eislaufen aus einem See – das hat man ja nicht jede Tage.

Minusgrade haben so seine Tücken, auch wenn nicht jeden Tag Schnee zum entschneien vom Himmel fällt. Mützen, dicke Jacken, Handschuhe, Schals und warme Winterboots sind ein Must-Have. Die Winter in Polen können es wirklich in sich haben.

Dadurch, dass sich die Minusgrade für einige Zeit gehalten haben, sind aber auch viele Seen in Polen zugefroren. Eine Seltenheit in den letzten Jahren. Klar, Vorsicht und gesunder Menschenverstand ist wichtig, aber Schlittschuhlaufen war auf vielen Seen angesagt.

Und außerdem, -10/-15 Grad Celsius sind (machen wir uns nichts vor…) auch nicht wirklich das Schlimmste auf der Welt. In Jakutsk in Sacha, einer Republik im nordöstlichen Teil des asiatischen Russlands zeigten dieses Jahr die Thermometer -67 Grad Celsius! Und das ist noch nicht der Rekord aus dem Jahr 2013, als die Temperaturen bis zu -71 Grad gesunken sind. Die Winter in Polen sehen dabei doch bisschen blass aus.

Hier ein paar Fotos vom zugefrorenen Turawa-Stausee:

Neue Realität in Polen. Schluss mit Einkaufen am Sonntag

Ich muss zugeben. Ich glaubte es nicht wirklich, doch es ist nun eine Tatsache. Wenn Ihr nach Polen kommt, könnt Ihr am Sonntag nicht mehr einkaufen gehen.

Dass die Läden am 7. Tag der Woche nicht mehr offen sein sollten, war schon seit einigen Jahren ein Thema. Die Politiker stritten, was ist das Beste ist. Einige waren der Meinung, dass offene Geschäfte am Sonntag eine freie Geschäftsentscheidung sind, andere behaupteten (meistens die konservative Partei von Jarosław Kaczyński), dass es nur gut für internationale Gesellschaften ist und unserer lokaler Businessdarunter leidet. Kleine, lokale Läden gehen pleite, weil sie nicht mit den Großen konkurrieren können und viele „arme“ Leute an einem Tag arbeiten müssen, der als Ruhe- und Familientag gelten sollte.

Jetzt müssen wir uns nicht mehr fragen, was wir darüber denken. Einkaufsverbot ist zu eine Tatsache geworden. Die Geschäfte werden geschlossen bleiben.

Wenn’s nur so einfach wäre…

Alles wird im März 2018 beginnen. Ab dann kann man am ersten und letzten Sonntag im Monat einkaufen gehen. 2019 wird es nur der letzte Sonntag sein und ab dem Jahr 2020 werden die Geschäfte vollkommen geschlossen sein. Es gibt zwar einige Ausnahmen, wie vor Weihnachten, aber das Fazit lautet: An Sonntagen sind die Einkaufszentren zu!

Aber mach euch keine Sorgen. Kleinen Läden können immer noch offen bleiben. Ihr könnt auch Medikamente kaufen, tanken oder ins Kino oder Theater gehen. Und auch Online-Shopping bleibt weiterhin eine Option.

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It’s a fact. Shops are getting to be closed on Sundays

I must confess. I didn’t believe it would happen, but now it’s a fact. When you come to Poland, you will no longer be able to shop on Sundays.

That the shops should be closed on the 7th day of a week, it was a topic for several years. The politicians were arguing, what is the best for Polish people.

Some of them claimed, that when a shop is open, it’s a free business decision and others claimed (mostly the conservative party of Jarosław Kaczyński), that leaving the shopping centers open on a Sunday is a contribution for international companies and our national business is getting devastating by that. Small, local shops are getting bankrupt because they can’t compete with the big ones and a lot of ‘poor’ people have to work on a day, that should be a specific day of chill and a day, that is designed for the family.

Now, we don’t have to ask ourselves, what we think about this anymore. It’s a fact. The shops are going to be closed, but it’s not a simple rule.

Everything will start in March 2018. You will be able to go shopping on the 1st and the last Sunday of the month. In 2019 it will be only the last Sunday and from the year 2020, the shops will be closed. There will be some exceptions before Christmas, but in the end: no shopping centers on Sundays.

But don’t worry. The small shops can be still open. You will be also able to buy medicine, gas or go to the movies or the theater. And online shopping will still be remained an option.

 

Wo kann man in Polen billig einkaufen?

Biedronka, Lidl und Auchan gelten als die billigsten, Piotr i Paweł als der teuerste. Der letzte wird aber auch als der luxuriöseste Supermarkt angesehen.

Eier vom Bauer, leckere Wurst vom lokalen Metzger oder frisch geerntete Tomaten – hört sich lecker an, oder? Polen ist nicht nur ein wunderschönes Reiseland, es wird von vielen auch für seine guten und leckeren Produkte geschätzt. Und obwohl Tante-Emma-Läden und Märkte in vielen Städten und Dörfern immer noch populär sind und keiner sich das Leben ohne die lokalen Händler vorstellen kann, so kann man Auswirkungen der Globalisierung überall sehen. Ausländische Supermärkte wie Lidl, Aldi oder Carrefour gibt’s auch in den allerkleinsten Orten.

 Es ist nicht verwunderlich. Spezialitäten vom Bauer sind zwar gesünder und schmecken besser, aber sie kosten viel mehr Geld. Da Essen – im Vergleich zu den Einkünften – für Polen teuer ist, sind es Preise auf die ein besonderer Wert gelegt wird. Klar, Eier hole ich mir immer noch beim Bauer, aber Käse oder Schinken kaufe ich auch bei Lidl oder Biedronka*.

Nach der Studie, die ARC Rynek i Opinia durchgeführt hat, gelten nach Meinung von Polen die Supermärkte Lidl und Biedronka, wie auch der Grossmarkt Auchan  zu den billigsten im Land. Ob es tatsächlich so ist? Solche Untersuchungen werden von Zeit zu Zeit geführt, aber  – wenn man mich fragt – sollte man immer vor dem Einkaufen auf den Prospekt einen Blick werfen und schauen, ob es sich doch nicht nach dem letzten „Das ist der billigste Supermarkt“-Artikel etwas getan hat.

Ich glaube, Biedronka und Lidl gelten auch als die billigsten, weil sie am meisten Geld für Werbung ausgeben und Kunden mit zahlreichen Aktionen zu sich locken. Auch wenn wir es nicht haben wollen und dagegen ankämpfen, Werbung hat einen enormen Einfluss auf uns.

Jaja, bei Biedronka und Lidl kauf ich auch am liebsten ein. Biedronka gilt sowieso als der bekannteste Discount in Polen. In Opole gibt es zum Beispiel 9!!! von solchen Geschäften. Kein Wunder, dass sie so populär sind. Schwer zu übersehen.

Wo kaufe ich noch gerne ein?

Bei POLOmarket und bei Dino. Sie sind gut ausgestattet und man kann viele polnische Marken finden. Kann ich nur empfehlen. POLOmarket und Dino sind polnische Supermärkte, die man auch in vielen Orten in Polen finden kann. Biedronka nämlich, obwohl es ein polnisches Wort ist, dass auf Deutsch Marienkäfer bedeutet, ist keine polnische Firma. Lasst Euch von den Namen nicht täuschen, Biedronka gehört dem portugiesischen Konsortium Jerónimo Martins an.

Beim nächsten Einkaufsgang nicht vergessen auf die Preise achten. Firmen basieren darauf, dass wir Gewohnheitsfanatiker sind. Was heute billig ist, muss morgen nicht billig sein.

Viel Spaß beim Shoppen!

Polen: Langes Mai-Wochenende mit Schnee?

Endlich ist es so weit, das lange Mai-Wochenende steht an!  Für die Meisten der offizielle Frühlings- und Grillsaisonbeginn, nur das Wetter spielt nicht mit…

 Sommerreifen montiert, Fahrräder für die Saison fertig gemacht, Grills stehen geputzt und schwere Winterkleidung wurde endlich in die schwärzeste Ecke des Schanks verstaut – das lange Mai-Wochenende fängt endlich an. Alle warten nur auf den Freitagnachmittag, dann geht es los!

Dieser Jahr ist der Kalender aber auch wirklich gnädig mit uns gewesen. Wer es gut eingeplant hat, kann dieses Mai-Wochenende über eine Wochenlang genießen und auskosten!

Traumhaft!? Klar, wenn das Wetter nicht seit Tagen verrücktspielen würde. Die Vorfreude wurde vom heutigen Schneefall bestimmt ein bisschen gestoppt. Opole war mal wieder total weiß! Ohne Vorwarnung! Sieht es euch am besten selbst an.

Winterbedinungen am 28. April 2017

 

 

Und es sah schon so gut dieses Jahr an! Am 1. April konnte man im T-Shirt Fahrradfahren!

Und wie sehen die Wettervoraussetzungen für die kommenden Tage aus?

Sie ändern sich jeden Tag :) Aber es scheint besser zu werden! Die Hoffnung stirbt immer zuletzt!

Sind Polen schlechte Autofahrer?

Quatsch! Wieso denn? In Polen wird nur ein bisschen energiescher gefahren.

„In Polen fährt ihr schnell“ oder sogar „Polen sind aber aggressive Autofahrer“ – bekomm ich öfters von bekannten Deutschen zu hören und wundere mich trotzdem immer wieder. Hallo, ihr Lieben! Seid ihr nicht das Land mit dem NO SPEED LIMIT auf den Autobahnen? Beneidet nicht Euch die ganze Welt für eure tollen Straßen, die Ihr ohne Geschwindigkeitsbegrenzung auskosten könnt? Interessant, interessant…

Aber im Ernst. Ich kann Eure Verwunderung verstehen und nachvollziehen. Es geht nicht um die Geschwindigkeit auf den polnischen Autobahnen (maximal 140 km/h), sondern um das Autofahren an sich. In Polen hat man einen anderen Fahrstil, was man auf den Autobahnen eher nicht zu sehen bekommt. Auch nicht verwunderlich, in Polen haben wir auch sehr wenig von Ihnen. 4 – genau gesagt (WOW, nicht wahr?). Den „besonderen“ polnischen Fahrstill bekommt man eher in den Städten und anderen Straßen zu spüren.

Und was macht den polnischen Fahrstill genau aus?

Wenigstens immer 10 km pro Stunde schneller, als das Verkehrsschild vorschreibt, schön nah am vorfahrenden Auto fahren, drängen und überholen, wenn sich auch nur die kleinste Lücke ergibt – das sind wohl die häufigsten Sünden der polnischen Autofahrer. Aber nicht alle fahren so – muss ich hier dringend bemerken!

Den polnischen Fahrstill würde ich aber nicht als aggressiv beschreiben – energisch ist eher das passende Wort. Ihr müsst es aber auch ein wenig verstehen. Als Autofahrer hat man es in Polen nicht leicht: fast keine Autobanen, dafür meist einspurige Schnellstraßen, die ihr als Landstraßen bezeichnen würdet, auf denen man nur begrenzt Lkws oder langsam fahrende Autos überholen kann und überführte Staatsstraßen, ohne Möglichkeit sie zu umreisen. Wenn man Pech hat, kann man auf einer kurvenreichen Straße 50 km lang hinter einem Lastwagen mit 60 km/h fahren und sich schwarz ärgern, dass man ans Ziel mit einer satten Verspätung ankommt. Ich kenne nur wenige, die so eine Situation mit einem Lächeln auf dem Gesicht meistern. Oder wie würdet Ihr reagieren?

In Polen gibt Raser, keine Frage! Sie gehören aber der Minderheit an, auch wenn man sich doch eher an sie längere Zeit erinnert. Die meisten Polen sind gute Autofahrer, wirklich!

Jedes Land hat seine eigenen Sitten, den Fahrstill betrifft es eben auch. Schaut mal nach Westen, Frankreich ist unser Ziel. Ich kann mich noch an mein Staunen in Paris erinnern. Auto an Auto geparkt. Front an Front. Fast kein Platz dazwischen. „Wie ist das möglich?“ – habe ich mir paar Tage den Kopf zerbrochen. Dann kam die Erlösung. Ich konnte es im ersten Augenblick fast nicht glauben. Wie kommt man aus so einem Parkplatz raus? Man verschiebt die anderen Autos und zwar mit seinem eigenen Auto! Mal das Auto vorne anstoßen, dann das Auto hinten. Ein bisschen Zeit und man ist raus! Kein Wunder, dass dort fast alle Autos Beulen hatten.

In Vergleich dazu sieht Polen doch nicht so schlecht aus!

Einkaufen: am Sonntag ab nach Polen

Sonntag gleich Ruhetag? Nicht in Polen. Einkaufen ist angesagt.

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Neue Realität in Polen. Schluss mit Einkaufen am Sontag

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Opole. Sonntag. 10.00 Uhr. Vor Karolinka, also dem größten Einkaufszentrum in der Stadt, tummeln sich Menschen herum. Bei Regen und Sonne, bei Schnee und Minusgraden – das Wetter spielt keine Rolle. Grund: Einkaufsbummel. Na klar.

Ja, ja… Wer noch nicht in Polen gewesen ist und sich an die deutsche Realität gewöhnt hat, wird es vielleicht im ersten Augenblick gar nicht glauben, aber es ist wahr.

karolinka-in-opole

7 Tage die Woche, von Montag bis Sonntag, sind in Polen die Geschäfte geöffnet.

Klar, nicht alle und auch nicht so lange, wie an Werktagen oder an einem Samstag, aber an Sonntagen geöffnet haben fast alle.

Vergessen Lebensmittel einzukaufen? Ab nach Lidl oder Biedronka. Neue Hose gebraucht? H&M oder Zara lassen grüßen.

Geldausgeben kann man aber nicht nur bei den „Größen“. Die meisten Tante-Emma-Laden haben auch auf. Die Konkurrenz schläft doch nicht.

Ok, ich gebe es zu. Ich habe auch schon (aus Zeitmangen in der Woche) den einen oder anderen Sonntag beim Einkaufen verbracht. Ich hasse es trotzen. Sonntage sind zum Entspannen da, nicht um bei Lidl an der Kasse zu warten oder neue Schuhe zu suchen.

Versteht mich nicht falsch, ich liebe Einkaufen. Welche Frau tut es nicht gerne? :) Ich finde aber die Sonntage sind zum Relaxen da. Es ist viel angenehmer den Tag im Freien zu verbringen. Kraft bei Sport zu tanken ober gemütlich auf der Couch zu sitzen und einen interessanten Krimi zu lesen. Oder was findet Ihr, liebe Freunde aus Deutschland? Was haltet ihr von Einkaufen am Sonntag?

Vielleicht ist mein Text bald veraltet. Seit Jahren versuchen verschiedene Regierungen einen Handelsverbot am Sonntag in Polen zu erstellen. Bis heute hat es nicht geklappt. Aber wer weiß, wie es in ein paar Monaten aussieht. Die Welt verändert sich schnell.

Ob ich für einen Handelsverbot am Sonntag bin? Eigentlich nicht. Wir leben in einer freien Gesellschaft. Wird uns zumindest immer erzählt. Jeder sollte für sich entscheiden können, wie er seinen Sonntag verbringen will. Geöffnete Einkaufzentren schaden doch keinen. Die Regierung muss doch nicht in alle Lebenslagen eingreifen. In den USA, also dem Muster eines freien Landes, kaufen die Menschen an jedem Tag der Woche ein und keiner zerbricht sich darüber seinen Kopf.

Arme Verkäufer – werden jetzt manche sagen

Stimmt. Es ist bestimmt nicht leicht, wenn man an einen Sonntag zur Arbeit gehen muss, wenn andere einen entspannten Tag verbringen. Arbeit am Sonntag betrifft aber nicht nur die Handelsbranche. Viele Produktionsfirmen machen am Sonntag nicht zu. Ins Restaurant gehen oder Tanken wollt ihr bestimmt am Sonntag auch? Krankenschwestern und Ärzte dabei nicht vergessen! Die arbeiten sowieso Tag und Nacht! Da sieht die Handelsbranche im Vergleich gleich nicht so schlecht aus.

einkaufen-in-polen

Im Handel – in Polen zumindest – arbeiten auch öfters (oder sogar am meisten?) Studenten, welche sich auch Ihren Unterhalt verdienen wollen. Und sie freuen sich, dass sie einen Tag extra zum Geldverdienen haben. Habe ich auch.

Haben die Geschäfte in Polen nie zu?

Doch! An Feiertagen, wie z.B. an Ostern, dem 1. Mai oder an den Weihnachtstagen kann man in Polen auch nicht Einkaufen gehen. Laut Gesetz ist die Arbeit in allen Handelsbetrieben an diesen Tagen verboten, was nur nicht auf Apotheken und Tankstellen zu trifft.

Handel an Feiertagen in Polen ganz verboten? Nichts ist so einfach, wie es auf den ersten Blick scheint. Das Handelsverbot hat auch seine Ausnahmen. An der Kasse können u.a. Eigentümer von Einzelunternehmen, Personen mit Zivilvertrag oder Franchisenehmer stehen. Eine neue House kann also schwer zu finden sein, aber eine Cola kaufen kann man bestimmt.

Upgrade!

Stau am Palmsonntag vor Karolinka. Wie man sehen kann, war am letzten Sonntag vor Ostern die Einfahrt in das „berühmte“ Einkaufszentrum in Opole total voll. Warten war angesagt.

Liebt Ihr den EDEKA-Opa? Hier kommt seine Konkurrenz aus Polen!

Ein Weihnachtsfilm aus Polen macht im Internet Furore.

 Weihnachten ist die beste Zeit im Jahr – denke ich zumindest. Ich liebe alles: Weihnachtsmärkte, geschmückte Straßen und Häuser, den Duft von frisch gebackenen Plätzchen, den Klang von Weihnachtsliedern und natürlich die Weihnachtstage, welche man in Ruhe und Geborgenheit mit seinen Liebsten verbringt.

allegro* Bildausschnitt aus dem Allegro-Film

Harmonie, Glück, Mitgefühl, der Wunsch anderen zu helfen – damit verbinde ich die Vorweihnachtszeit. So wie mir, geht’s den meisten auf der Welt. Vor Weihnachten werden Emotionen geweckt. Man denkt an seine Mitmenschen.

An Weihnachten „öffnen sich allen die Herzen“. Das weiß auch die Werbebranche. Jedes Jahr zur Weihnachtszeit locken uns Firmen mit – manchmal wirklich meisterhaften – Werbeklips an. Wer kennt denn heutzutage den EDEKA-Opa nicht, der vor einem Jahr unsere Herzen gerührt hat?

Dieses Jahr kommt – nicht nur meiner Meinung nach – der beste Weihnachtsfilm aus Polen, welchen die Agentur Bardzo für das Internetportal Allegro, also den polnischen Ebay gemacht hat. Es ist eine witzige und rührende Geschichte über einen Großvater, der über die Auktionsplattform einen Englisch-Sprachlernkurs gekauft hat und seit diesem Zeitpunkt nun überall Englisch lernt. Und der Grund für? Das müsst Ihr selber sehen! Herzergreifend – kann ich dazu nur sagen.