WM 2018: Polen und Deutschland sind raus!

Das Ausscheiden der Deutschen aus der WM hat die „Blamage“ der polnischen Mannschaft in den Schatten gestellt?

 Die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland ist voller Überraschungen. Obwohl ich nicht wirklich ein Fußballfan oder Fußballfanatiker bin, ist doch diese Sportart, vor allem in den Zeiten der WM oder EM, nicht zu übersehen. Mit meiner Fußballverrückten Familie sowieso.

Vor dem ersten Spiel der Polen in Russland waren die Erwartungen riesengroß. Dieses Thema hat mich wortwörtlich verfolgt. Egal wo ich nur war, jeder hat davon gesprochen: auf der Arbeit, bei Lidl, sogar auf der Straße. „Das Spiel“ war das Hauptthema der Woche. Auf einmal war das ganze Land Fußballverrückt. Alle glaubten an den Sieg.

Um 17.00 Uhr am Dienstag, den 19. Juli, also am dem Tag der Wahrheit, war Opole wie ausgestorben. Fast keine Menschen waren auf den Straßen zu sehen. Stille vor dem Sturm. Nur vor den Fernsehern waren Menschen versammelt.

Doch nach der „Blamage“, wie sie in den Medien genannt wurde, kam es ganz anders. Schon nach dem ersten Tor, den die „Weiß-Rote-Mannschaft“ verloren hat, fing das Jammern an. Auf einmal waren die Speiler nicht mehr die Landeshelden, sondern die Landesverlierer. Der Traum vom Gewinn war schon zu Ende. Und das schon in der 37 Minute!!! Den polnischen Kommentator konnte man gar nicht mehr hören. Aus Optimismus wurde purer Pessimismus. Keiner glaubte mehr an den Gewinn…

Ich glaube, dass ist der wirklich größte Unterschied zwischen dem polnischen und dem deutschen Fußballsport. In Deutschland glauben bis zur letzten Sekunde alle noch an den Sieg, der auch wirklich kommen kann, wie wir es dieses Jahr auch noch sehen konnten. Im Spiel Deutschland-Schweden haben die deutschen „Jungs“ bis zur letzten Sekunde gespielt und noch länger. Letztendlich wurde der Sieg noch nach Hause geholt. Außerdem ist es oft so, dass die deutsche Mannschaft das erste Spiel verloren hat und dann immer noch Meister wurde.

In Polen sieht es ganz anders aus. Bei uns ist alles SCHWARZ-WEISS. TOTALER SIEG ODER TOTALE NIEDERLAGE. Ich habe das Gefühl, dass wenn wir schon in der ersten Sekunde ein Tor verlieren würden, dann würden wir nicht mehr an den Sieg glauben. Egal, dass immer noch vor uns fast 90 Spielminuten sind.

Woher kommt dieser Pessimismus in  Polen? – frage ich mich immer…

Nach dem Spiel mit Senegal hat keiner an den Sieg mehr geglaubt. Und das ist so schade… Vielleicht, wenn „unsere Jungs“ sich nicht gleich nach dem ersten Spiel rechtfertigen müssten… Vielleicht, wenn sie nicht lesen müssten, dass sie sich schämen müssen… Dass sie schlecht waren… Dass wir nicht mehr an sie glauben… Vielleicht, vielleicht käme alles ganz anders und wir würden weiterhin im Spiel bleiben…

Klar, ich bin kein Experte. Ich will hier auch nicht beweisen, dass die Polen gut oder schlecht gespielt haben. Ich schreibe nur über die Gefühle, die ich während dieser WM beobachten konnte. Schlussendlich sind auch nur die pessimistischen Polen aus der WM ausgeschieden, sondern auch die optimistischen Deutschen. Es ist für uns kein gutes Fußballjahr.

Dass die Deutschen aus der WM 2018 ausgeschieden sind, war aber auch für alle eine Überraschung. Wenn ich es richtig gelesen habe, ist dass das erste Mal seit 80 Jahren, dass so etwas passiert ist. Tja, damit jemand gewinnen kann, muss ein anderer verlieren…

Für die Polen ist es aber ein Trost. Die Polen wollten schon immer auf dem Niveau der Deutschen spielen. Und dieses Jahr hat es geklappt…

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Zeitumstellung sagen wir NEIN!

Hoffentlich ist bald Schluss mit der Zeitumstellung und es ist nicht nur ein politisches Ersatzthema in den Medien! Nicht nur, dass heutzutage die Zeitumstellung ökonomisch nichts bringt, ist sie schlecht für die Gesundheit. Bisschen meckern kann man ja von Zeit zu Zeit, trotzdem, einen wunderschönen Montagmorgen 😝🤣

Neue Realität in Polen. Schluss mit Einkaufen am Sonntag

Ich muss zugeben. Ich glaubte es nicht wirklich, doch es ist nun eine Tatsache. Wenn Ihr nach Polen kommt, könnt Ihr am Sonntag nicht mehr einkaufen gehen.

Dass die Läden am 7. Tag der Woche nicht mehr offen sein sollten, war schon seit einigen Jahren ein Thema. Die Politiker stritten, was ist das Beste ist. Einige waren der Meinung, dass offene Geschäfte am Sonntag eine freie Geschäftsentscheidung sind, andere behaupteten (meistens die konservative Partei von Jarosław Kaczyński), dass es nur gut für internationale Gesellschaften ist und unserer lokaler Businessdarunter leidet. Kleine, lokale Läden gehen pleite, weil sie nicht mit den Großen konkurrieren können und viele „arme“ Leute an einem Tag arbeiten müssen, der als Ruhe- und Familientag gelten sollte.

Jetzt müssen wir uns nicht mehr fragen, was wir darüber denken. Einkaufsverbot ist zu eine Tatsache geworden. Die Geschäfte werden geschlossen bleiben.

Wenn’s nur so einfach wäre…

Alles wird im März 2018 beginnen. Ab dann kann man am ersten und letzten Sonntag im Monat einkaufen gehen. 2019 wird es nur der letzte Sonntag sein und ab dem Jahr 2020 werden die Geschäfte vollkommen geschlossen sein. Es gibt zwar einige Ausnahmen, wie vor Weihnachten, aber das Fazit lautet: An Sonntagen sind die Einkaufszentren zu!

Aber mach euch keine Sorgen. Kleinen Läden können immer noch offen bleiben. Ihr könnt auch Medikamente kaufen, tanken oder ins Kino oder Theater gehen. Und auch Online-Shopping bleibt weiterhin eine Option.

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It’s a fact. Shops are getting to be closed on Sundays

I must confess. I didn’t believe it would happen, but now it’s a fact. When you come to Poland, you will no longer be able to shop on Sundays.

That the shops should be closed on the 7th day of a week, it was a topic for several years. The politicians were arguing, what is the best for Polish people.

Some of them claimed, that when a shop is open, it’s a free business decision and others claimed (mostly the conservative party of Jarosław Kaczyński), that leaving the shopping centers open on a Sunday is a contribution for international companies and our national business is getting devastating by that. Small, local shops are getting bankrupt because they can’t compete with the big ones and a lot of ‘poor’ people have to work on a day, that should be a specific day of chill and a day, that is designed for the family.

Now, we don’t have to ask ourselves, what we think about this anymore. It’s a fact. The shops are going to be closed, but it’s not a simple rule.

Everything will start in March 2018. You will be able to go shopping on the 1st and the last Sunday of the month. In 2019 it will be only the last Sunday and from the year 2020, the shops will be closed. There will be some exceptions before Christmas, but in the end: no shopping centers on Sundays.

But don’t worry. The small shops can be still open. You will be also able to buy medicine, gas or go to the movies or the theater. And online shopping will still be remained an option.

 

Ohne ein Lächeln im Gesicht

Wir neigen zur Melancholie – habe ich letztens von Polen über Polen gehört. Interessant – habe ich mir dabei gedacht.

Ob es wirklich stimmt, dass wir melancholisch erscheinen? Schwer zu sagen. Vielleicht, vielleicht auch nicht. Dazu fehlt mir bestimmt die Perspektive, andere beurteilen ist immer einfacher. Zudem bin ich in diesem Fall ein falsches Beispiel. Ich bin eher der Mensch, der die ganze Zeit lächelt und nicht Trübsal bläst. Wenn ich mal ernst gucke, werde ich gefragt, ob alles in Ordnung ist.

Wenn schon überhaupt – glaube ich wenigstens – ist kein Lächeln im Gesicht nicht nur ein polnisches Phänomen. Wenn man in Berlin in der S-Bahn sitzt, mit Londonern  die gleichen Museen besucht oder in Paris Tickets kaufen, wird man da auch selten angelächelt. Verwunderlich? Ehe nicht.

Mit der Zivilisationsentwicklung wird dieses Phänomen  bestimmt noch wachsen. Immer mehr leben wir nur für uns selbst und sehen die Menschen um uns herum nicht. Wer hat die Reportagen nicht gesehen, in denen, mit versteckter Kamera, Bekante, Freunde, sogar Familien in Restaurants gefilmt wurden. Interessante Gespräche gab es da leider nicht zu hören, alle waren in ihre Smartphone‘s vertieft. In Japan, den Vorreitern aller Neuigkeiten auf der Welt, gibt es Menschen, die ein ganzes Jahr nicht aus dem Haus gegangen sind.

Bestimmt sind Polen nicht das optimistische Volk von allen, was auch sehr viel mit der wirtschaftlichen Lage zu tun hat, aber Polen sind bestimmt ein offenes, herzliches und gastfreundliches Volk. Das können bestimmt alle unterschreiben, die einmal in Polen waren. Und mit einem leeren Magen ist sowieso keiner wieder nach Deutschland gefahren :)

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Polen: Langes Mai-Wochenende mit Schnee?

Endlich ist es so weit, das lange Mai-Wochenende steht an!  Für die Meisten der offizielle Frühlings- und Grillsaisonbeginn, nur das Wetter spielt nicht mit…

 Sommerreifen montiert, Fahrräder für die Saison fertig gemacht, Grills stehen geputzt und schwere Winterkleidung wurde endlich in die schwärzeste Ecke des Schanks verstaut – das lange Mai-Wochenende fängt endlich an. Alle warten nur auf den Freitagnachmittag, dann geht es los!

Dieser Jahr ist der Kalender aber auch wirklich gnädig mit uns gewesen. Wer es gut eingeplant hat, kann dieses Mai-Wochenende über eine Wochenlang genießen und auskosten!

Traumhaft!? Klar, wenn das Wetter nicht seit Tagen verrücktspielen würde. Die Vorfreude wurde vom heutigen Schneefall bestimmt ein bisschen gestoppt. Opole war mal wieder total weiß! Ohne Vorwarnung! Sieht es euch am besten selbst an.

Winterbedinungen am 28. April 2017

 

 

Und es sah schon so gut dieses Jahr an! Am 1. April konnte man im T-Shirt Fahrradfahren!

Und wie sehen die Wettervoraussetzungen für die kommenden Tage aus?

Sie ändern sich jeden Tag :) Aber es scheint besser zu werden! Die Hoffnung stirbt immer zuletzt!

Sind Polen schlechte Autofahrer?

Quatsch! Wieso denn? In Polen wird nur ein bisschen energiescher gefahren.

„In Polen fährt ihr schnell“ oder sogar „Polen sind aber aggressive Autofahrer“ – bekomm ich öfters von bekannten Deutschen zu hören und wundere mich trotzdem immer wieder. Hallo, ihr Lieben! Seid ihr nicht das Land mit dem NO SPEED LIMIT auf den Autobahnen? Beneidet nicht Euch die ganze Welt für eure tollen Straßen, die Ihr ohne Geschwindigkeitsbegrenzung auskosten könnt? Interessant, interessant…

Aber im Ernst. Ich kann Eure Verwunderung verstehen und nachvollziehen. Es geht nicht um die Geschwindigkeit auf den polnischen Autobahnen (maximal 140 km/h), sondern um das Autofahren an sich. In Polen hat man einen anderen Fahrstil, was man auf den Autobahnen eher nicht zu sehen bekommt. Auch nicht verwunderlich, in Polen haben wir auch sehr wenig von Ihnen. 4 – genau gesagt (WOW, nicht wahr?). Den „besonderen“ polnischen Fahrstill bekommt man eher in den Städten und anderen Straßen zu spüren.

Und was macht den polnischen Fahrstill genau aus?

Wenigstens immer 10 km pro Stunde schneller, als das Verkehrsschild vorschreibt, schön nah am vorfahrenden Auto fahren, drängen und überholen, wenn sich auch nur die kleinste Lücke ergibt – das sind wohl die häufigsten Sünden der polnischen Autofahrer. Aber nicht alle fahren so – muss ich hier dringend bemerken!

Den polnischen Fahrstill würde ich aber nicht als aggressiv beschreiben – energisch ist eher das passende Wort. Ihr müsst es aber auch ein wenig verstehen. Als Autofahrer hat man es in Polen nicht leicht: fast keine Autobanen, dafür meist einspurige Schnellstraßen, die ihr als Landstraßen bezeichnen würdet, auf denen man nur begrenzt Lkws oder langsam fahrende Autos überholen kann und überführte Staatsstraßen, ohne Möglichkeit sie zu umreisen. Wenn man Pech hat, kann man auf einer kurvenreichen Straße 50 km lang hinter einem Lastwagen mit 60 km/h fahren und sich schwarz ärgern, dass man ans Ziel mit einer satten Verspätung ankommt. Ich kenne nur wenige, die so eine Situation mit einem Lächeln auf dem Gesicht meistern. Oder wie würdet Ihr reagieren?

In Polen gibt Raser, keine Frage! Sie gehören aber der Minderheit an, auch wenn man sich doch eher an sie längere Zeit erinnert. Die meisten Polen sind gute Autofahrer, wirklich!

Jedes Land hat seine eigenen Sitten, den Fahrstill betrifft es eben auch. Schaut mal nach Westen, Frankreich ist unser Ziel. Ich kann mich noch an mein Staunen in Paris erinnern. Auto an Auto geparkt. Front an Front. Fast kein Platz dazwischen. „Wie ist das möglich?“ – habe ich mir paar Tage den Kopf zerbrochen. Dann kam die Erlösung. Ich konnte es im ersten Augenblick fast nicht glauben. Wie kommt man aus so einem Parkplatz raus? Man verschiebt die anderen Autos und zwar mit seinem eigenen Auto! Mal das Auto vorne anstoßen, dann das Auto hinten. Ein bisschen Zeit und man ist raus! Kein Wunder, dass dort fast alle Autos Beulen hatten.

In Vergleich dazu sieht Polen doch nicht so schlecht aus!

Eine Polin: Wir sind keine Faschisten!

In Deutschland wird Polen als faschistisch dargestellt – diesen Satz bekomme ich in der letzten Zeit öfters zu hören. Mit der Realität hat es aber wenig zu tun.

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Trump, Putin, Kaczyński – das Profil des Jahres 2017. Diese Zeiten muss man einfach abwarten. (Foto: Titelseite des polnischen Wochenmagazins „Tygodnik Powszechny“.

Politik – dieses Thema wollte ich eigentlich auf meinem Blog vermeiden.  Politik bedeutet letztendlich Streit. Anhänger der linken, wie auch auch der rechten Seite – man kann die einen nicht von den anderen überzeugen. Alle denken, dass sie Recht haben, dass ausgerechnet gerade sie das „geheime Wissen“ erworben haben und die anderen im Dunkeln tappen und an Lügen glauben.

Dabei  vergessen wir häufig, dass Politiker zu sein keine Berufung ist, sonder eine ganz normale Arbeit. Auch, wenn Politiker einen enormen Einfluss auf unser Leben haben, sind Politiker oder Politikerinnen keine Wohltäter, die um den Weltfrieden kämpfen, sonder Arbeitnehmer, die halt nicht vom Vorstand, sondern vom Volk gewählt werden. Und wenn man es sehr vereinfacht, worum geht’s in der Arbeitswelt? Natürlich ums Geld. Ich bin mir sicher, dass wir „Normalos“ nur einen Teil der Wahrheit erfahren. Korporationen, wie Google oder Amazon, teilen ihre Geheimnisse nicht mit der ganzen Welt. Wieso sollten das dann ausgerechnet Politiker tun?

Für die, die es noch nicht wissen (vielleicht gibt es solche Glückspilze, die wirklich nichts von Politik mitbekommen), seit dem Jahr 2016 ist in Polen die PiS-Partei an der Macht („an der Macht sein“ – der Ausdruck hat auch etwas an sich, oder?). PiS, also Prawo i Sprawiedliwość, deutsch: Recht und Gerechtigkeit, geführt von Jarosław Kaczyński, ist eine nationalkonservative Partei, die öfters im Widerspruch zur Europäischen Union steht. Richtig oder falsch? – damit befassen wir uns aber lieber nicht.

Und seit diesem Moment bekomme ist häufig zu hören, dass Polen nicht mehr als ein tolerantes und stabiles Land dargestellt wird, dass ohne größere Probleme durch die Weltwirtschaftskrise durchgegangen ist, sondern als gefährlich und faschistisch.

Leider kann ich den Inhalt von offiziellen Medienbeiträgen nicht mitgestalten. Skandale – und diese gibt’s überall auf der Welt – verkaufen sich besser, als gute Schlagzeilen. Schade darum, aber es ist halt so. Und es ist sehr einfach aus Ausnahmefällen ein richtig großes Problem zu machen. Glaubt ihr mir nicht?

Beispiel: In Krakau wurde am Montag einer 36-jährigen Berlinerin eine Handtasche gestohlen. Wenn man gut sucht (im Zeitalter der Internets auch ganz einfach), lassen sich da auch noch ein paar andere Beispiele aus vergangenen Jahren bestimmt finden. Und wie lautet dann die darauffolgende Schlagzeile am Dienstag? „In Polen werden Ausländer beklaut!.  Interessante Schlagzeile, oder? Aber keine Angst, der Berlinerin geht’s gut. Alles nur erfunden :)

Glaubt nicht alles, was es im Fernsehen gibt

Schaut Euch USA an. Dieses Land schreibt schon und wird in den nächsten Zeiten auch bestimmt immer wieder „interessante“ Schlagzeilen schreiben.  Der Unterschied zu Polen? In den USA wird nur der Präsident negativ dargestellt und nicht die Amerikaner. Dieser Präsident wurde aber auch gewählt…  Ein Land gestallten normale Menschen und nicht seine Politiker. Oder denkt Ihr jetzt, dass Amerikaner zu Faschisten und Rassisten wurden?!

Ich hoffe, dass solche Seiten wie meine, die das wahre Polen darstellen, dazu beitragen, dass Polen als das Land angesehen wird, welches es auch wirklich ist. Ein sicheres und wunderschönes Land mit netten, freundlichen, hilfsbereiten und toleranten Menschen.

Polen mitten in der Vorweihnachtszeit

In Polen beginnt das Weihnachtsfieber ein bisschen später, als in Westeuropa. Ansonsten gibt es kaum Unterschiede.

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Die Vorweihnachtszeit ist schon etwas besonderes. Überall werden Weihnachtslieder gespielt, die Häuser werden geschmückt, die Welt verändert sich in ein buntes Paradies  und alle bereiten sich schon auf Weihnachten vor. Die Herbstdepression kann man endlich vergessen.

Die Vorweihnachtszeit in Polen ähnelt sehr der Vorweihnachtszeit in Deutschland. Kein Wunder. Wir leben Global. Langsam sieht vieles auf dem ganzen Planeten gleich aus: Geburtstagsfeiern, Ostern, Valentinstage oder Halloween. Ob man damit einverstanden ist, oder auch nicht.

Wieso fängt in Polen die Vorweihnachtszeit aber ein wenig später an? Grund ist der Allerheiligentag am 1. November (hier gibts meine Beitrag dazu: Polen bereitet sich für den Allerheiligentag). Vor dem christlichen Fest  denken alle an ihre Verstorbenen und pilgern von einem Friedhof zum anderen. Da gibt es keine Zeit fürs Weihnachtsfieber. In den Geschäften kann man Blumen, Kerzen und Grablichter kaufen und keine Adventskalender, Nikoläuse oder Weihnachtsbäume.

Weihnachten bekommt man in Polen erst im November zu spüren, dann aber auch richtig. Genauso, wie in Deutschland, fängt alles in den Geschäften an, die die Klienten zu festlichen Einkäufen anregen wollen. Selbstverständlich. Mit der Zeit kann man Weihnachten überallspüren.

Ende November, Anfang Dezember fangen auch die Weihnachtsmärkte in Polen an. Wir haben hierbei vielleicht nicht so eine lange Tradition, wie in Deutschland, aber mittlerweile müssen wir uns nicht schämen. Den besten und größten Weihnachtsmarkt gibt es bei uns in Wrocław, der grade angefangen hat:

In Polen werden natürlich auch die Häuser geschmückt. Von innen und von außen. Wann das aber anfängt, ist eine individuelle Angelegenheit. Manche schmücken alles schon Ende November, andere erst eine Woche oder paar Tage vor dem Heiligenabend. Bei mir fängt alles am 1. Adventssontag an. Da zünde ich die erste Kerze am Adventskranz an, denn mir meine Mama vorher selbst macht. Alles andere kommt erst später und der Weihnachtsbaum, als Highlight, zu letzt.

Ach… ich freu mich jedes Jahr schon so sehr auf Weihnachten.

P.S. Wenn es um den Weihnachtsmarkt  in Breslau geht, könnt ihr auf dieser Seite mehr erfahren : http://www.jarmarkbozonarodzeniowy.com/. Und klar, es gibt auch eine deutsche und eine englische Version.

Polen bereitet sich für den Allerheiligentag

Im Land herrscht Ausnahmezustand. Menschenmassen drängen sich bei Friedhöfen. Jeder möchte seinen verstorbenen Angehörigen eine Kerze anzünden und zeigen, dass sie nicht vergessen sind.

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Am 1. November wird in Polen der katholische Feiertag Allerheiligen begangen. Schon Tage vorher herrscht auf polnischen Straßen Ausnahmezustand. In der Nähe von Friedhöfen stehen Menschen im Stau. Polizisten regeln den Verkehr. Chaos.

Allerheiligen ist ein wichtiger Tag im „katholischen Polen“. Es ist der Tag, an dem an die Toten gedacht wird und die Gräber besucht werden. Menschen pilgern quer durch Polen. Jung und alt. Von einem Friedhof zum nächsten.

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Auf die Gräber legen sie Blumen, Kerzen und Grablichter in allen Größen, Farben und Formen. So versichern sie den Verstorbenen, dass sie Ihn nicht vergessen haben. Man stellt auch Grablichter vor Denkmählern und den letzten Ruhestätten von Unbekannten, egal welchen Glaubens. An jeden, der einmal auf dieser Welt gelebt hat, wird an diesem Tag gedacht.

Magisch ist es dann am Abend. Wenn es dunkel ist, leuchtet der ganze Friedhof. Auch noch Tage Tage nach dem Allerheiligentag.

Zigeuner Gräber in Opole

Cimetière du Père Lachaise in Paris ist wahrscheinlich der bekannteste Friedhof auf der ganzen Welt. Wer einmal da war, kann es bestimmt verstehen – eine außergewöhnliche Begräbnisstelle. Polen hat dagegen den Powązki-Friedhof in Warschau, also die bekannteste Ruhestädte in Polen.

Jeder Friedhof ist aber etwas ganz besonderes. Hier ein paar Bilder des Friedhofs in Opole. Vor allem die Zigeuner Gräber sind ein wahres Kunstwerk.

Zigeuner Gräber in Opole

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P.S. „Katholisches Polen“. Warum in Anführungszeichen? Polen ist in Wirklichkeit nicht so katholisch, wie es sein möchte und auch dargestellt wird – dieses ist jedoch ein langes, schwieriges und ganz anderes Thema.

Im Herbst nach Polen. Wieso nicht?

Der goldene polnische Herbst hat dieses Jahr ein bisschen auf sich warten lassen, aber ist endlich da! In voller Blüte!

Den Herbst in Polen muss man einmal gesehen haben. Vor allem auf dem Land kann es magisch werden. Bunte Bäume, goldene Sonne… Zum verlieben! Wie in Kanada, nur viel näher.

Hier aber ein kleiner Tipp. In Polen kann es im Herbst auch sehr kalt werden. Minusgrade sind oftmals nicht nur eine Ausnahme. Wendejacken, Stiefel oder Boots, Mützen und Handschuhe sind ein Muss. Wenn es wärmer wird, vor allem wenn die Sonne schein, kann man sie später ausziehen, aber besser vorher gut vorbereitet sein. Eine Erkältung braucht keiner.

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Lust auf mehr? Ich hoffe! Vielleicht sehen wir uns noch im Herbst 2016 in Polen.

Und wie sieht der Herbst bei euch aus?