Neue Realität in Polen. Schluss mit Einkaufen am Sonntag

Ich muss zugeben. Ich glaubte es nicht wirklich, doch es ist nun eine Tatsache. Wenn Ihr nach Polen kommt, könnt Ihr am Sonntag nicht mehr einkaufen gehen.

Dass die Läden am 7. Tag der Woche nicht mehr offen sein sollten, war schon seit einigen Jahren ein Thema. Die Politiker stritten, was ist das Beste ist. Einige waren der Meinung, dass offene Geschäfte am Sonntag eine freie Geschäftsentscheidung sind, andere behaupteten (meistens die konservative Partei von Jarosław Kaczyński), dass es nur gut für internationale Gesellschaften ist und unserer lokaler Businessdarunter leidet. Kleine, lokale Läden gehen pleite, weil sie nicht mit den Großen konkurrieren können und viele „arme“ Leute an einem Tag arbeiten müssen, der als Ruhe- und Familientag gelten sollte.

Jetzt müssen wir uns nicht mehr fragen, was wir darüber denken. Einkaufsverbot ist zu eine Tatsache geworden. Die Geschäfte werden geschlossen bleiben.

Wenn’s nur so einfach wäre…

Alles wird im März 2018 beginnen. Ab dann kann man am ersten und letzten Sonntag im Monat einkaufen gehen. 2019 wird es nur der letzte Sonntag sein und ab dem Jahr 2020 werden die Geschäfte vollkommen geschlossen sein. Es gibt zwar einige Ausnahmen, wie vor Weihnachten, aber das Fazit lautet: An Sonntagen sind die Einkaufszentren zu!

Aber mach euch keine Sorgen. Kleinen Läden können immer noch offen bleiben. Ihr könnt auch Medikamente kaufen, tanken oder ins Kino oder Theater gehen. Und auch Online-Shopping bleibt weiterhin eine Option.

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It’s a fact. Shops are getting to be closed on Sundays

I must confess. I didn’t believe it would happen, but now it’s a fact. When you come to Poland, you will not longer be able to shop on Sundays.

That the shops should be close on the 7th day of a week, it was a topic since several years. The politicians were arguing, what is the best for Polish people.

Some of them claimed, that when a shop is open, it’s a free business decision and others claimed (mostly the conservative party of Jarosław Kaczyński), that leaving the shopping centers open on a Sunday is a contribution for international companies and our national business is getting devastating by that. Small, local shops are getting bankrupt, because they can’t  compete with the big ones and a lot of ‘poor’ people have to work on a day, that should be a specific day of chill and a day, that is designed for the family.

Now, we don’t have to ask ourselves, what we thing about this anymore. It’s a fact. The shops are going to be closed, but it’s not a simple rule.

Everything will start in March 2018. You will be able to go shopping on the 1st and the last Sunday in the month. In 2019 it will be only the last Sunday and from the year 2020 the shops will be closed. There will be some exceptions before Christmas, but in the end: no shopping centers on Sundays.

But don’t worry. The small shops can be still open. You will be also able to buy medicine, gas or go to the movies or the theater. And online shopping will still remained an option.

 

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Ostsudeten: Glatzer Schneeberg verzaubert auch in November

Mit seinen 1425 m ü.d.M. ist es ein ideales Ziel für wanderlustige Touristen.

Der Glatzer Schneeberg oder auch Grulicher oder Spieglitzer Schneeberg wird in Polen Śnieżnik genannt und ist der höchste Berg des Glatzer Schneegebirges im westlichen Teil der Ostsudeten.

Śnieżnik besichtigen bedeutet Ruhe und Entspannung, Menschenmassen sind nicht vorprogrammiert! Wirklich! Obwohl es ein populäres Wanderziel in den Sudeten ist, kann man – im Vergleich zu anderen Bergen – die Natur richtig genießen. Vor allem, wenn man im Frühling oder Herbst einen Ausflug unternimmt. Nur von Zeit zur Zeit trifft man auf andere Ruhe suchenden Menschen, die von der Zivilisation für ein wenig flüchten wollen.

Dank Wikipedia habe ich erfahren, dass der Name des Berges von der langen Winterperiode abgeleitet wurde, denn der Berg ist in der Regel bis zu acht Monaten im Jahr mit Schnee bedeckt. Ich bin mir sicher, dass in den heutigen Zeiten nicht mehr 8 Monate im Jahr Schnee auf dem Gipfel liegt. Obwohl es ganz oben auch wirklich kalt und windig ist (nie vergessen, dass oben in den Bergen es viel kalter ist, als im Flachland!!!), gibt es dort bestimmt nicht mehr so viel Schnee, wie es mal früher der Fall war. Vor ein paar Tagen, also an einem Wochenende im November, musste ich den Schnee wortwörtlich suchen, um ihn zu sehen.

Wenig Schnee – das bezieht sich sowieso auf ganz Polen. In den letzten Jahren war der Winter „gnädig“ und der Schneefall gering, obwohl Skifahrer bestimmt eine andere Meinung dazu haben. Leider kann man nie allen Recht machen. Obwohl ich auch eher der Ansicht bind, dass Schnee nur dann gut ist, wenn er in den Bergen liegt, vermisst man ihn doch schon, wenn er nichts von sich hören lässt.

Regeneration in einer Berghütte

Ungefähr eine halbe Stunde vom Gipfel entfernt befindet sich die Berghütte „Schronisko na Śnieżniku im. Zbigniewa Fastnachta“ mit 58 Schauplätzen, die 24 Stunden am Tag das ganze Jahr geöffnet hat. Ein Schlafplatz kann man schon ab 32 PLN (keine 10 Euro!) pro Person in einem 10-Bettzimmer bekommen. Doppelzimmer gibt es auch, diese kosten ein wenig mehr – 55 PLN pro Person. Bettwäsche muss auch dazugerechnet werden – einmalig 8 PLN für einen Gast.

Auf dieser Seite könnt ihr ein Zimmer reservieren: http://www.schroniskonasniezniku.eu/index.php/kontakt

Natürlich lädt die Berghütte auch zu kurzen Stops ein. Nach einer Wanderung schmeckt das polnische Essen sowieso am besten:)

Ein wichtiger Tipp: in die Berghütte erst rein gehen und etwas bestellen, wenn ich schon den Gipfel geschafft habt! Nach einer zu langen Pause geht auch manchmal die Wanderlust verloren :)

Wie kommt man zum Glatzer Schneeberg?

Meiner Meinung ist der Rote Weg von Międzygórze (deutsch Wölfelsgrund) mit seinen 6 Kilometern (ca. 1,5 Stunde) zur Berghütte der schönster Wanderweg, obwohl ich auch noch nicht alle Wege ausprobiert habe, vielleicht ist er auch zu toppen:) Teilweise ist es nicht der einfachster Wanderweg, aber der Ausblick ist es wehrt.

Um zum Roten Weg in Międzygórze zu gelangen, muss man einfach bis zum Ende des Ortes fahren. Dort gibt es einen großen Parkplatz, wo das Auto abgestellt werden kann. Und da befinden sich Informationsschilder, dankt denen man sich nicht verlaufen kann. Die Wege sind wirklich sehr gut gekennzeichnet, wenn man nicht völlig in Gedanken gerät, kann man sich nicht verlaufen.

Viel Spaß beim Wandern!

Die letzten Meter bis zur Spitze vom Glatzer Schneeberg sind mit Nebel umgeben

Glatzer Schneeberg im Nebel – November 2017

Ohne ein Lächeln im Gesicht

Wir neigen zur Melancholie – habe ich letztens von Polen über Polen gehört. Interessant – habe ich mir dabei gedacht.

Ob es wirklich stimmt, dass wir melancholisch erscheinen? Schwer zu sagen. Vielleicht, vielleicht auch nicht. Dazu fehlt mir bestimmt die Perspektive, andere beurteilen ist immer einfacher. Zudem bin ich in diesem Fall ein falsches Beispiel. Ich bin eher der Mensch, der die ganze Zeit lächelt und nicht Trübsal bläst. Wenn ich mal ernst gucke, werde ich gefragt, ob alles in Ordnung ist.

Wenn schon überhaupt – glaube ich wenigstens – ist kein Lächeln im Gesicht nicht nur ein polnisches Phänomen. Wenn man in Berlin in der S-Bahn sitzt, mit Londonern  die gleichen Museen besucht oder in Paris Tickets kaufen, wird man da auch selten angelächelt. Verwunderlich? Ehe nicht.

Mit der Zivilisationsentwicklung wird dieses Phänomen  bestimmt noch wachsen. Immer mehr leben wir nur für uns selbst und sehen die Menschen um uns herum nicht. Wer hat die Reportagen nicht gesehen, in denen, mit versteckter Kamera, Bekante, Freunde, sogar Familien in Restaurants gefilmt wurden. Interessante Gespräche gab es da leider nicht zu hören, alle waren in ihre Smartphone‘s vertieft. In Japan, den Vorreitern aller Neuigkeiten auf der Welt, gibt es Menschen, die ein ganzes Jahr nicht aus dem Haus gegangen sind.

Bestimmt sind Polen nicht das optimistische Volk von allen, was auch sehr viel mit der wirtschaftlichen Lage zu tun hat, aber Polen sind bestimmt ein offenes, herzliches und gastfreundliches Volk. Das können bestimmt alle unterschreiben, die einmal in Polen waren. Und mit einem leeren Magen ist sowieso keiner wieder nach Deutschland gefahren :)

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Polen: Langes Mai-Wochenende mit Schnee?

Endlich ist es so weit, das lange Mai-Wochenende steht an!  Für die Meisten der offizielle Frühlings- und Grillsaisonbeginn, nur das Wetter spielt nicht mit…

 Sommerreifen montiert, Fahrräder für die Saison fertig gemacht, Grills stehen geputzt und schwere Winterkleidung wurde endlich in die schwärzeste Ecke des Schanks verstaut – das lange Mai-Wochenende fängt endlich an. Alle warten nur auf den Freitagnachmittag, dann geht es los!

Dieser Jahr ist der Kalender aber auch wirklich gnädig mit uns gewesen. Wer es gut eingeplant hat, kann dieses Mai-Wochenende über eine Wochenlang genießen und auskosten!

Traumhaft!? Klar, wenn das Wetter nicht seit Tagen verrücktspielen würde. Die Vorfreude wurde vom heutigen Schneefall bestimmt ein bisschen gestoppt. Opole war mal wieder total weiß! Ohne Vorwarnung! Sieht es euch am besten selbst an.

Winterbedinungen am 28. April 2017

 

 

Und es sah schon so gut dieses Jahr an! Am 1. April konnte man im T-Shirt Fahrradfahren!

Und wie sehen die Wettervoraussetzungen für die kommenden Tage aus?

Sie ändern sich jeden Tag :) Aber es scheint besser zu werden! Die Hoffnung stirbt immer zuletzt!

Einkaufen: am Sonntag ab nach Polen

Sonntag gleich Ruhetag? Nicht in Polen. Einkaufen ist angesagt.

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Neue Realität in Polen. Schluss mit Einkaufen am Sontag

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Opole. Sonntag. 10.00 Uhr. Vor Karolinka, also dem größten Einkaufszentrum in der Stadt, tummeln sich Menschen herum. Bei Regen und Sonne, bei Schnee und Minusgraden – das Wetter spielt keine Rolle. Grund: Einkaufsbummel. Na klar.

Ja, ja… Wer noch nicht in Polen gewesen ist und sich an die deutsche Realität gewöhnt hat, wird es vielleicht im ersten Augenblick gar nicht glauben, aber es ist wahr.

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7 Tage die Woche, von Montag bis Sonntag, sind in Polen die Geschäfte geöffnet.

Klar, nicht alle und auch nicht so lange, wie an Werktagen oder an einem Samstag, aber an Sonntagen geöffnet haben fast alle.

Vergessen Lebensmittel einzukaufen? Ab nach Lidl oder Biedronka. Neue Hose gebraucht? H&M oder Zara lassen grüßen.

Geldausgeben kann man aber nicht nur bei den „Größen“. Die meisten Tante-Emma-Laden haben auch auf. Die Konkurrenz schläft doch nicht.

Ok, ich gebe es zu. Ich habe auch schon (aus Zeitmangen in der Woche) den einen oder anderen Sonntag beim Einkaufen verbracht. Ich hasse es trotzen. Sonntage sind zum Entspannen da, nicht um bei Lidl an der Kasse zu warten oder neue Schuhe zu suchen.

Versteht mich nicht falsch, ich liebe Einkaufen. Welche Frau tut es nicht gerne? :) Ich finde aber die Sonntage sind zum Relaxen da. Es ist viel angenehmer den Tag im Freien zu verbringen. Kraft bei Sport zu tanken ober gemütlich auf der Couch zu sitzen und einen interessanten Krimi zu lesen. Oder was findet Ihr, liebe Freunde aus Deutschland? Was haltet ihr von Einkaufen am Sonntag?

Vielleicht ist mein Text bald veraltet. Seit Jahren versuchen verschiedene Regierungen einen Handelsverbot am Sonntag in Polen zu erstellen. Bis heute hat es nicht geklappt. Aber wer weiß, wie es in ein paar Monaten aussieht. Die Welt verändert sich schnell.

Ob ich für einen Handelsverbot am Sonntag bin? Eigentlich nicht. Wir leben in einer freien Gesellschaft. Wird uns zumindest immer erzählt. Jeder sollte für sich entscheiden können, wie er seinen Sonntag verbringen will. Geöffnete Einkaufzentren schaden doch keinen. Die Regierung muss doch nicht in alle Lebenslagen eingreifen. In den USA, also dem Muster eines freien Landes, kaufen die Menschen an jedem Tag der Woche ein und keiner zerbricht sich darüber seinen Kopf.

Arme Verkäufer – werden jetzt manche sagen

Stimmt. Es ist bestimmt nicht leicht, wenn man an einen Sonntag zur Arbeit gehen muss, wenn andere einen entspannten Tag verbringen. Arbeit am Sonntag betrifft aber nicht nur die Handelsbranche. Viele Produktionsfirmen machen am Sonntag nicht zu. Ins Restaurant gehen oder Tanken wollt ihr bestimmt am Sonntag auch? Krankenschwestern und Ärzte dabei nicht vergessen! Die arbeiten sowieso Tag und Nacht! Da sieht die Handelsbranche im Vergleich gleich nicht so schlecht aus.

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Im Handel – in Polen zumindest – arbeiten auch öfters (oder sogar am meisten?) Studenten, welche sich auch Ihren Unterhalt verdienen wollen. Und sie freuen sich, dass sie einen Tag extra zum Geldverdienen haben. Habe ich auch.

Haben die Geschäfte in Polen nie zu?

Doch! An Feiertagen, wie z.B. an Ostern, dem 1. Mai oder an den Weihnachtstagen kann man in Polen auch nicht Einkaufen gehen. Laut Gesetz ist die Arbeit in allen Handelsbetrieben an diesen Tagen verboten, was nur nicht auf Apotheken und Tankstellen zu trifft.

Handel an Feiertagen in Polen ganz verboten? Nichts ist so einfach, wie es auf den ersten Blick scheint. Das Handelsverbot hat auch seine Ausnahmen. An der Kasse können u.a. Eigentümer von Einzelunternehmen, Personen mit Zivilvertrag oder Franchisenehmer stehen. Eine neue House kann also schwer zu finden sein, aber eine Cola kaufen kann man bestimmt.

Upgrade!

Stau am Palmsonntag vor Karolinka. Wie man sehen kann, war am letzten Sonntag vor Ostern die Einfahrt in das „berühmte“ Einkaufszentrum in Opole total voll. Warten war angesagt.

Polen mitten in der Vorweihnachtszeit

In Polen beginnt das Weihnachtsfieber ein bisschen später, als in Westeuropa. Ansonsten gibt es kaum Unterschiede.

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Die Vorweihnachtszeit ist schon etwas besonderes. Überall werden Weihnachtslieder gespielt, die Häuser werden geschmückt, die Welt verändert sich in ein buntes Paradies  und alle bereiten sich schon auf Weihnachten vor. Die Herbstdepression kann man endlich vergessen.

Die Vorweihnachtszeit in Polen ähnelt sehr der Vorweihnachtszeit in Deutschland. Kein Wunder. Wir leben Global. Langsam sieht vieles auf dem ganzen Planeten gleich aus: Geburtstagsfeiern, Ostern, Valentinstage oder Halloween. Ob man damit einverstanden ist, oder auch nicht.

Wieso fängt in Polen die Vorweihnachtszeit aber ein wenig später an? Grund ist der Allerheiligentag am 1. November (hier gibts meine Beitrag dazu: Polen bereitet sich für den Allerheiligentag). Vor dem christlichen Fest  denken alle an ihre Verstorbenen und pilgern von einem Friedhof zum anderen. Da gibt es keine Zeit fürs Weihnachtsfieber. In den Geschäften kann man Blumen, Kerzen und Grablichter kaufen und keine Adventskalender, Nikoläuse oder Weihnachtsbäume.

Weihnachten bekommt man in Polen erst im November zu spüren, dann aber auch richtig. Genauso, wie in Deutschland, fängt alles in den Geschäften an, die die Klienten zu festlichen Einkäufen anregen wollen. Selbstverständlich. Mit der Zeit kann man Weihnachten überallspüren.

Ende November, Anfang Dezember fangen auch die Weihnachtsmärkte in Polen an. Wir haben hierbei vielleicht nicht so eine lange Tradition, wie in Deutschland, aber mittlerweile müssen wir uns nicht schämen. Den besten und größten Weihnachtsmarkt gibt es bei uns in Wrocław, der grade angefangen hat:

In Polen werden natürlich auch die Häuser geschmückt. Von innen und von außen. Wann das aber anfängt, ist eine individuelle Angelegenheit. Manche schmücken alles schon Ende November, andere erst eine Woche oder paar Tage vor dem Heiligenabend. Bei mir fängt alles am 1. Adventssontag an. Da zünde ich die erste Kerze am Adventskranz an, denn mir meine Mama vorher selbst macht. Alles andere kommt erst später und der Weihnachtsbaum, als Highlight, zu letzt.

Ach… ich freu mich jedes Jahr schon so sehr auf Weihnachten.

P.S. Wenn es um den Weihnachtsmarkt  in Breslau geht, könnt ihr auf dieser Seite mehr erfahren : http://www.jarmarkbozonarodzeniowy.com/. Und klar, es gibt auch eine deutsche und eine englische Version.

Im Herbst nach Polen. Wieso nicht?

Der goldene polnische Herbst hat dieses Jahr ein bisschen auf sich warten lassen, aber ist endlich da! In voller Blüte!

Den Herbst in Polen muss man einmal gesehen haben. Vor allem auf dem Land kann es magisch werden. Bunte Bäume, goldene Sonne… Zum verlieben! Wie in Kanada, nur viel näher.

Hier aber ein kleiner Tipp. In Polen kann es im Herbst auch sehr kalt werden. Minusgrade sind oftmals nicht nur eine Ausnahme. Wendejacken, Stiefel oder Boots, Mützen und Handschuhe sind ein Muss. Wenn es wärmer wird, vor allem wenn die Sonne schein, kann man sie später ausziehen, aber besser vorher gut vorbereitet sein. Eine Erkältung braucht keiner.

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Lust auf mehr? Ich hoffe! Vielleicht sehen wir uns noch im Herbst 2016 in Polen.

Und wie sieht der Herbst bei euch aus?

Ab jetzt fahre ich nie ohne Fahrradhelm!

Fahrradhelme sind in Polen keine Pflicht, aber trotzdem sieht man viele Menschen mit dieser Kopfbedeckung. Nach meinem zweiten Fahrradunfall in der Stadt fahr‘ ich auch nie wieder ohne.

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Keine Angst. Mir ist nichts passiert. Das zweite Mal bin ich mit einem Schrecken davon gekommen. Es sah aber ganz gefährlich aus. Ein Salto war auch mit dabei…

Wie ist es zum Unfall gekommen? Halt so, wie es zum jedem Unfall kommt. Ohne Vorwarnung.

Ich habe mich zur Arbeit beeilt. Ihr kennt es bestimmt: anfangs konnte ich mein Handy nicht finden, dann meinen Schlüssel… und die Zeit ran dabei wie verrückt. Ich war schon ein bisschen spät losgefahren und da treffe ich noch meinen Opa auf meinem Arbeitsweg, da kann man nicht einfach vorbeifahren. Wir stehen paar Minuten, reden und die Zeit läuft und läuft…

Pech, ich konnte jetzt nicht mehr meinen üblichen Weg nehmen, dank dem ich der Menschenmasse entfliehen und in aller Ruhe fahren kann. Ein toller Weg, leider ein Umweg. Ich entschloss mich also für die Fahrt durch die Stadt. Ist viel kürzer, aber nicht gerade bequem und ein Vergnügen. Glücklicherweise waren an diesem Tag, wegen vorbeiziehenden Regenschauern, wenige Leute unterwegs und ich konnte ohne weitere Probleme fahren. Das dachte ich zumindest.

Ich bin grad zur Stelle gekommen, wo mitten auf dem Weg ein breiter, großer Baum steht. Tja, der Baum  war früher da, man hat also um ihn herum links (oder auch rechts – kommt darauf an, wie man es sieht) gebaut. Ich bin schon neben dem Baum und auf einmal, aus dem Nichts, nur paar Zentimeter direkt gegenüber von mir kommt ein anderer Fahrradfahrer auf mich zu!

Es war zu spät für irgendein Ausweichmanöver… Ich hatte nur Zeit für eine einzige Reaktion: Bremsen!!! Es hat vielleicht den Aufschwung ein wenig vermindert, aber trotzdem sind wir frontal gegeneinander gefahren. Ich dachte: ich darf nur nicht umfallen! Beim Fallen verletzen wir uns nur gegenseitig!

Es hat mich die ganze Kraft gekostet, beim Zusammenstoß schlug mich das Fahrrad heftig gegen mein Bein – ich bekam momentan Tränen in die Augen und ein blauer Fleck war vorprogrammiert –  aber ich bin einigermaßen aufrecht geblieben. Ich sehe mich um und da sehe ich den anderen Fahrradfahrer genau im Moment, als er ein Vorwärtssalto macht. „Krankenwagen“ – war mein einziger Gedanke in diesem Augenblick.

Die Welt ist stehen geblieben…  Aber dann kam alles ganz anders, als es ausgesehen hat. Glücklicherweise fiel der Mann (um die 40, wenn Ihr mich fragt) aufs Feld nebenan und nicht auf das Pflaster. Er stand gleich lachend auf, versuchte sich seine Jacke sauber zu machen und sagte:  „Ich habe Sie nicht gesehen! Machen Sie sich keine Sorgen und fahren Sie einfach weiter. Mir ist nichts passiert“. Ich überzeugte mich noch selber, dass der Mann alleine gehen kann und dann bin ich weiter gefahren. Zur Arbeit kam ich an diesem Tag aber zu spät an…

Bis jetzt tut mir alles weh, aber nichts wirklich schlimmes ist passiert. Außer meiner Prellung, natürlich. Bei meinem letzten Fahrradunfall (zwei Jahre her oder so) sah ich viel „besser“ aus… Bin mit zerrissener Hose, zerschlagenen Knien und Ellbogen, blutend nach Hause gekommen… Das tat damals wirklich weh… Es kam damals zu einem sehr ähnlichen Geschehen, aber ich konnte mich nicht aufrecht halten.

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Denkt jetzt nicht, dass ich ein Raser auf den Straßen bin. Ich bin wirklich eine aufmerksame Radfahrerin, die auf andere Mitmenschen Acht gibt. Es waren halt Unfälle, ungewollte Ereignisse. Konnte jedem passieren…

Und genau deswegen, weil es jedem und zur jeder Zeit passieren kann, fahre ich ab jetzt überall mit meinem Fahrradhelm herum! Bis jetzt benutzte ich nur meinen Kopfschutz, wenn ich in den Bergen Rad gefahren bin, oder wenn ich einen längeren Ausflug gemacht habe. Aber das ändert sich seit JETZT! Unfälle passieren nicht nur bei „besonderen Gelegenheiten“, sondern im Tagesleben. Fahrradfahren in der Stadt ist genauso gefährlich oder gefährlicher, als in anderen Orten.

Fahrradhelme sind in Polen keine Pflicht, auch nicht für Kinder. Jeder kann für sich entscheiden. Ich bin keine Befürworterin vom Staat, der der Bevölkerung jede Lebenslage organisiert und bei jedem A&O Regeln und Pflichten aufstellt. Also müssen meiner Meinung nach Fahrradhelme keine von der Regierung aufgezwungene Pflicht sein, aber über das Thema reden sollte man unbedingt.

Jeder sollte für sich selber entscheiden, ob er einen Kopfschutz benutzen will oder nicht. Aber damit es eine bewusste und durchgedachte Entscheidung werden kann, braucht jeder Mensch eine PRO- und KONTRALISTE.

Und was denkt Ihr darüber? Sollte Eurer Meinung dieses Thema vom Staat geregelt werden? Oder sollte jeder für sich selbst entscheiden können? Und was ist mit euch? Fährt Ihr eigentlich mit oder ohne Fahrradhelm?

Zoo und Afrykarium, also ein Besuch in Breslau

Wegen seiner Popularität drängen sich im Sommer im ältesten Zoo in Polen Menschenmassen und es ist wirklich einen Besuch wert.

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Für 40 Zloty, also umgerechnet 10 Euro, kann man einen ganzen Tag nah an der Natur erleben. Soviel kostet nämlich ein Tagesticket für Erwachsene für den Breslauer Zoo, Afrykarium miteinbegriffen. Kinder bezahlen natürlich weniger – 30 Zloty.

Andere Preisangebote findet Ihr auf der Zoo-Seite: www.zoo.wroclaw.pl, welche es leider aber nur auf Polnisch oder auf Englisch gibt.

Auf der Internetseite könnt Ihr auch gleich Tickets kaufen. Vor allem im Sommer lohnt es sich die Eintrittskarten online zu bestellen (man muss sie später aber noch ausdrucken!). Bei den Kassen und Ticketsautomaten kann man manchmal wirklich sehr lange in der Schlange stehen.

Der Breslauer Zoo, auf Polnisch Zoo Wrocław, feierte letztes Jahr den 150. Geburtstag und das Afrykarium, seine neuste Attraktion, kann man inzwischen schon seit 2 Jahren besichtigen. Es ist auch der älteste Zoo in Polen und eins der ältesten in Europa.

Im Zoo verliert man leicht das Zeitgefühl

Wenn Ihr einen Zoobesuch in Wrocław plant, müsst Ihr auch wirklich einen ganzen Tag einplanen. Die Umgebung ist auf 33 Hektar verteilt (bequeme Schuhe also ein MUSS!) und vor allem im Afrykarium (Ozeanarium) gibt es so viel zu sehen, dass die Zeit wie im Fluge vergeht.

Glücklicherweise sind auf dem ganzen Zoogebiet Restaurants und kleine Imbissbuden verteilt, wo man nicht nur gut essen, sonder auch einen leckeren Kaffee trinken kann.

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Wie kommt man zum Breslauer Zoo?

– mit dem Auto

Adresse: Zoo Wrocław, ul. Wróblewskiego 1-5, 51-618 Wrocław

GPS-Koordinaten: 51° 06’20.34″N     17° 04’34.39″E

Auf der Kopernika-Straße gibt es Parkmöglichkeiten für PKWs und Busse, zum Zooeingang ist es nicht mehr weit. Ein Bus kann auch neben dem Haupteingang für 15 Minuten stehen bleiben, damit die Passagiere austeigen können.

– mit dem Bus:

Busnummer: 115, 145 und 146. Haltestelle: Hala Stulecia.

– mit der S-Bahn

S-Bahn mit den Nummern: 1, 2, 4 und 10. Haltestelle: ZOO.

Da Bilder manchmal mehr als Worte sagen, eine kleine Fotogalerie aus dem Zoo in Breslau:

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Der Weg zum Afrykarium

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SeaWorld in Breslau von Innen

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Afrykarium vor allem für Kinder spannend

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Beim Wasserfall im Afrykarium unbedingt Regenbogen suchen

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Auge in Auge mit einem Hai

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Ein junger Lynx

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Breslauer Zoo – eine Umgebung zum Entspannen

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Elefanten und Giraffen sind natürlich auch mit dabei

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Das älteste Gebäude im Breslauer Zoo. Erbaut im Jahr 1864. Damals war es das Zuhause der Bären, jetzt kann man raufklettern und das Zoo von Oben besichtigen.

Und zum Schluss ein wenig historische Fotos:

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September 1944 – der letzte ruhige Sommer im Breslauer Zoo.

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Auf dem Foto unten: Der Plan des Zoo Breslau von 1880!

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Unten links: Der letzte deutsche Plan des Zoos aus dem Jahr 1943!

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Fiat 126p alias Maluch, also vom polnischen Superflitzer

Seit 16 Jahren nicht mehr produziert, aber trotzdem populär. Der berühmte Fiat 126p wurde zum Kultobjekt.

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Fiat 126p, besser bekannt als „Maluch“, wurde zum Objekt der Begierde im kommunistischen Polen. Zum ersten Mal am 6 Juni 1973 in der Autofabrik in Bielsko-Biała aus original italienischen Teilen zusammengebaut, wurde er zum am häufigsten auf polnischen Straßen angetroffenem Auto.

Markenzeichen des berühmten 4 Personen-Auto mit 2 Türen? Tolle Farben, Hinterradantrieb, wie bei Mercedes oder Lexus und der hinten angebaute Motor. Und was war vorne? Na, was wohl. Der Kofferraum! Von Sicherheit oder Komfort konnte keine Rede sein. Gut, dass der Verkehr damals nicht so schlimm war!

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Hinter dem Eisernen Vorhang bekommen konnte ihn nicht jeder. Einfach zum Autohändler gehen, um einen Pkw zu kaufen? Nein, nein… Der „Maluch“ war Reglementiert, wie fast alles andre damals. Um das ersehnte Auto kaufen zu können, brauchte man spezielle Bezugsscheine. Was bedeutet es eigentlich? Stellt Euch mal vor Ihr geht zum ALDI, habt Geld mit dabei und wollt Zucker, Milch und Fleisch kaufen. Eigentlich bis hier ganz einfach, oder? Damals brauchte man aber auch sog. Lebensmittelkarten, also Zettel auf denen stand, ob man diese Produkte überhaupt kaufen konnte. Genauso funktionierte es in der DDR. Und nicht vergessen, die „ALDI’s“ aus diesen Zeiten waren übrigens leer. Einkaufen war ein wahres Abenteuer!

Der Preis eines Neuwagens war auch kein Schnäppchen –  69.000 PLN, also rund das 20-te des damaligen Durchschnittsgehalt. Auf Automärkten, aus freier Hand gab es ihn für fast das Doppelte! Könnt Ihr euch aber vorstellen, wie glücklich man sein musste, wenn man einen von ihnen ergattern konnte? Gefühl: unbeschreiblich – habe ich zumindest gehört.

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Praktisch war es auch, das kleine Auto. Ob Ihr es euch vorstellen könnt, oder nicht, mein Onkel benutzte es als einen Liefer- und Umzugswagen. Vollgepackt mit Anhänger zwischen Oppeln und Hamburg? Für den Fiat 126p kein Problem! Urlaub in Ungarn? Unbedingt, aber nur, wenn man mit dem Kultwagen fährt!

„Maluch“ wurde in Polen für über 25 Jahre produziert!

Insgesamt fuhren über 3 Millionen vom Fließband in Polen. Die letzte Stunde schlug für das begehrte, aber später oftmals belächelte Auto vor 16 Jahren, genau am 22. September 2000. Das letzte Exemplar aus der Limited Edition „Happy End“ in gelber Farbe steht jetzt im Fiat-Museum in Turin.

Und obwohl man sich in letzten Produktionsjahren von „Maluch“ mehr über das billige, kleine, laute und langsame Auto lustig machte, als man sich über es freute, so wurde es zum Kultsymbol, wie der VW Käfer. Lieder, Fanklubs, Museumsaustellungen – auch nach so vielen Jahren macht der „Maluch“ immer noch viele Menschen glücklich. Auf den Straßen wird er aber zu einer Seltenheit, leider.

P.S. Fiat 126p Club Polska auf Facebook hat tolle Maluch-Bilder!

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Polens jüngster Rennfahrer – Ein 4-Jähriger fährt Maluch – Text bei mdr.de

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Bilder aus dem Pressezentrum von Fiat

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